Frieden Begegnung

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Samen verteilen
Wie gut, dass uns die Zeit gegeben ist.
Wir verwalten sie nicht, aber wir empfangen jeden Tag neu 24 ganze Stunden.
Wie gut, dass jeder von uns da ist, dass wir gewollt sind, geliebt.
Selten genug sagen wir es einander.
Vielleicht aber ab und an, an den besonderen Tagen.
Auch die Bibel sagt es uns. Wie oft liest man darüber hinweg?
„Ich habe dich bei deinem Namen gerufen“, erzählt Jesaja von Gott.
und in den Psalmen sagt Gott: "Ich habe dich im Mutterleibe gebildet.“
24 Stunden jeden Tag gewollt und geliebt sein.
24 Stunden jeden Tag, in denen das eigene Leben
und das Leben der Menschen neben uns sich begegnet.
Wie Samen, die auf einen Acker gestreut werden und die aufgehen.
Still und leise 24 Stunden, jeden Tag.

Nur ein gegeisterter Mensch kann etwas Großes
und über das Gewöhnliche Erhabenes sprechen.

(Seneca)

Die Gegenwart
Die Gegenwart ist die verantwortungsvolle Stunde Gottes mit uns,
jede Gegenwart; heute und morgen,
die Gegenwart in der ganzen Wirklichkeit und Vielgestaltigkeit;
es gibt in der ganzen Weltgeschichte
immer nur eine wirklich bedeutsame Stunde, – die Gegenwart.
Wer aus der Gegenwart flieht, flieht die Stunden Gottes,
wer aus der Zeit flieht, flieht Gott. Dienet der Zeit!
Der Herr der Zeiten ist Gott, der Wendepunkt der Zeiten ist Christus,
der rechte Zeitgeist ist der Heilige Geist.
(Dietrich Bonhoeffer)

Alt wird man von selbst.
Erwachsen werden erfordert etwas mehr Einsatz.

(Alte Volksweisheit)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Abendgebet ich danke dir

…. ein Abendgebet

Vater, ich danke dir für diesen Tag.
Ich danke dir für das tägliche Brot,
für alles, womit du mein Leben erhalten hast,
für deine Sorge um mich.
Ein Tag des Lebens ist wieder vorüber.
Ich weiß nicht, wie du ihn haben wolltest, sicher aber besser, als ich ihn gelebt habe.
Ich habe wenig nach deinem Willen gefragt.
Ich bin an Menschen vorübergegangen, die vielleicht auf mich gewartet haben.
Ich habe zu wenig bedacht, was du heute durch mich in dieser Welt schaffen wolltest.
Ich bitte dich um Verzeihung für alles Unrecht,
für alle Nachlässigkeit und alles, was ich versäumt habe.
Doch für das, was gut war, Herr, danke ich dir.
Führe du es weiter und vollende es.
Ich bitte dich nun für alle Menschen,
mit denen ich arbeite und lebe,
aber auch für alle andern, die meine Fürbitte brauchen.
Lass uns lernen, einander zu dienen und miteinander auszukommen.
Herr, schenke mir eine ruhige Nacht und einen guten Schlaf.
Gib mir morgen neue Kraft für alles, was du mir auftragen wirst.
Amen

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.


Gute Nacht, Aloys