Morgengebet
Gesegnet sei die Ruhe der Nacht
und dein erster Blick in das Licht des neuen Tages.
Gesegnet sei jeder Atemzug, der dich belebt.
Gesegnet sei die Vorfreude, die deiner Hoffnung Leben einhaucht.
Gesegnet sei jede Geste der Zärtlichkeit und jeder Mensch, dem du begegnest.
Gesegnet sei das Glück, das dich leise berührt,
und der weite Horizont, der dein Herz öffnet.
Gesegnet seien alle deine Tage und jede Stunde, denn du bist behütet.
Gesegnet sei jeder Augenblick, in dem ein Mensch durch dich gesegnet ist.
(Helge Adolphsen)
„Schmunzeliges“
Lehrer: „Wenn ich sage, ich habe fortgegangen, so ist das falsch. Und warum ist das falsch, Leni?“ – „Weil Sie immer noch hier sind!“
Nichts gelingt gut, außer man vollbringt es mit Freude.
(Thomas von Aquin)
Ein Werkzeug entscheidet nicht, wo es arbeitet.
Der Meister bestimmt, wo es gebraucht wird.
Wir alle sind berufen, das Licht der Welt zu sein,
wo Gott uns hinstellt.
(Corrie ten Boom)
„Schmunzeliges“
Im Laufe eines Tages werden örtlich starke Niederfälle auftreten“, prophezeit der Meteorologe. Ratlos beugt sich sein Assistent über die Tabellen und Satellitenfotos: „Woraus schließen Sie das?“ Der Meteorologe: “Ich habe meinen Schirm vergessen, das Auto gewaschen und bin am Abend zu einer Gartenparty eingeladen!“
Wo Vertrauen ist, dan genügen wenige Worte.
(Berthold Mayr)
SEGEN IM GEIST DER LIEBE
Möge Gott Dich erleuchten mit seinem Geist:
dass Du erkennst: Du bist Gottgewollt!
Möge Gottes Geist Dich anstecken mit Seiner Flamme der Liebe,
dass Du erkennst: Du bist Gotterwählt!
Möge Gottes Liebe Dich entzünden, dass Du erkennst:
Du bist Gottgesandt!
(Zoe Schwarzenberg)
Lernen ist wie Rudern gegen den Strom.
Hört man damit auf, treibt man zurück.
(Laotse)
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 17. Juni 2026
Evangelium Matthäus 6, 1–6.16–18
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun, um von ihnen gesehen zu werden;
sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
Wenn du Almosen gibst, posaune es nicht vor dir her,
wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden!
Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,
damit dein Almosen im Verborgenen bleibt;
und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler!
Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken,
damit sie von den Leuten gesehen werden.
Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer,
schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!
Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler!
Sie geben sich ein trübseliges Aussehen, damit die Leute merken, dass sie fasten.
Amen, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt und wasche dein Gesicht,
damit die Leute nicht merken, dass du fastest,
sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist;
und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Der alten Gerechtigkeit, dem, was „zu den Alten gesagt worden ist“, hat Jesus in Mt 5 die neue Gerechtigkeit gegenübergestellt: das, was Gott eigentlich meint und will. Nun ist aber die „alte Gerechtigkeit“ keineswegs eine nur alttestamentlich-jüdische Angelegenheit; sie steckt uns allen bis heute in den Knochen: Wir möchten unsere Rechte und Pflichten genau abgesteckt haben, Gott und den Menschen gegenüber. Niemand soll uns etwas vorwerfen können, weder Gott noch die Menschen. Man soll uns anerkennen, man soll uns ehren, man soll uns loben. „Man“, das sind zunächst die Menschen. Vor ihnen spielen wir unsere Rolle wie der Schauspieler auf der Bühne. Die Versuchung ist groß, das Gute, das wir tun, „vor den Menschen“ zu tun, oder wenigstens den Anschein zu erwecken, als ob wir es täten. Jesus nennt das Heuchelei. Fasten, Beten, Almosengeben, darin soll sich unsere Grundhaltung vor Gott bewähren: die Demut, das Vertrauen, die Liebe. Aber alles ist verdorben, von innen her zersetzt, wenn wir nicht in reiner Absicht Gott selbst meinen und suchen.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
in der Hoffnung
Man soll nie etwas Gutes, sei es noch so klein,
aufschieben in der Hoffnung, in der Zukunft Größeres tun zu können.
(Ignatius von Loyola)
Du bist mein Gott, der nach mir fragt,
der nach mir schaut, der mir vertraut.
Du bist mein Gott der um mich weiß,
der mit mir geht, der zu mir steht.
Du bist mein Gott, der zu mir spricht,
der mit mir schweigt, der sich mir zeigt.
Du bist mein Gott, der mich beschenkt,
der an mich denkt, der meine Wege lenkt.
Du bist mein Gott, auf den ich schau,
auf den ich bau, dem ich vertrau.
(Paul Weismantel)
„Schmunzeliges“
„Habe ich Ihr Gesicht nicht schon einmal woanders gesehen?“ – „Das kann nicht sein, ich trage es immer an der gleichen Stelle.“
Ich wünsche dir,
dass du deine Vergangenheit als kostbaren Schatz betrachtest.
Sicher, du hast manche Verletzungen erlitten
und musstest Niederlagen verarbeiten.
Doch erinnere dich vor allem an das,
was im Leben bereichert hat: deine Erfolge,
Menschen, die dich liebevoll begleitet haben,
spannende Abenteuer und das Gefühl von Geborgenheit.
(Rainer Haak)
Wer in das Leben anderer Menschen Sonnenschein bringt,
bekommt davon auch etwas ab.
(James Matthew Barrie)

