Das Weizenkorn muss sterben

1. Das Weizenkorn muss sterben, sonst bleibt es ja allein;
der eine lebt vom andern, für sich kann keiner sein.
Geheimnis des Glaubens: Im Tod ist das Leben

2. So gab der Herr sein Leben, verschenkte sich wie Brot.
Wer dieses Brot genommen, verkündet seinen Tod.
Geheimnis des Glaubens: im Tod ist das Leben.

3. Wer dies Geheimnis feiert, soll selber sein wie Brot;
so lässt er sich verzehren von aller Menschennot.
Geheimnis des Glaubens: im Tod ist das Leben.

4. Als Brot für viele Menschen hat uns der Herr erwählt;
wir leben füreinander und nur die Liebe zählt.
Geheimnis des Glaubens: im Tod ist das Leben.

Segen der Dankbarkeit

Segen der Dankbarkeit
Möge Gott dir Augen schenken, die das Glück auch in den kleinen Dingen erkennen.
Mögest du dankbar sein für Menschen, die dich lieben,
für Erinnerungen, die dich wärmen,
und für neue Möglichkeiten, die vor dir liegen.
Möge diese Dankbarkeit dein Herz erfüllen und dir zeigen,
dass Glück nicht immer laut und groß sein muss, um kostbar zu sein.

Blumen sind das Lächeln der Erde
(Ralph Waldo Emerson)

Freude wächst aus kleinen Dingen,
aus Kinderlachen, Vögeln, Singen.
Wer mit offenen Augen schaut,
entdeckt, wie schön das Leben baut.


Papst Johannes XXIII. – Wer war er?
„Der Papst, der die Kirche in eine neue Ära führte“
Angelo Giuseppe Roncalli wurde am 25. November 1881 in Sotto il Monte in Italien geboren. Er stammte aus einer einfachen Familie und wurde Priester. Nach verschiedenen kirchlichen Aufgaben und Tätigkeiten im diplomatischen Dienst wurde er 1953 Patriarch von Venedig. Am 28. Oktober 1958 wurde Roncalli zum Papst gewählt und nahm den Namen Johannes XXIII. an. Schon kurz nach seiner Wahl kündigte er überraschend das Zweite Vatikanische Konzil an, das 1962 begann. Ziel war es, die Kirche zu erneuern und stärker mit der modernen Welt in Dialog zu bringen. Themen waren unter anderem die Ökumene, die Erneuerung der Liturgie, die Rolle der Laien und der Dialog mit anderen Religionen und der Gesellschaft. Johannes XXIII. setzte sich besonders für Barmherzigkeit, Frieden und Dialog ein. Er starb am 3. Juni 1963 in Rom. Sein Nachfolger Paul VI. führte das Konzil weiter. Johannes XXIII. gilt als wichtiger Impulsgeber für die Erneuerung der katholischen Kirche. 2014 wurde er heiliggesprochen.

„Schmunzeliges“
„Wer hat Ihnen im Laufe der Karriere den härtesten Schlag versetzt?“ will ein Reporter vom Boxprofi wissen. Darauf der Boxer: „Die Steuerbehörde!“

Tagesevangelium

Evangelium Lukas 8, 19–21

In jener Zeit kamen die Mutter Jesu und seine Brüder zu ihm;
sie konnten jedoch wegen der vielen Leute nicht zu ihm gelangen.
Da sagte man ihm: Deine Mutter und deine Brüder
stehen draußen und möchten dich sehen.
Er erwiderte ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind die,
die das Wort Gottes hören und tun.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Vom Hören des Wortes war im Gleichnis vom Sämann und in der Auslegung dieses Gleichnisses die Rede (V. 8.11–15). Das rechte Hören, das Festhalten am Wort und das Leben nach dem Wort Jesu, das und nichts anderes führt in seine Nähe. Nicht durch Abstammung wird man Verwandter Jesu. Das müssen seine Blutsverwandten lernen, die aus Nazaret gekommen sind, um ihn zu sehen. Was wollen sie „sehen“? Sie haben ihn in Nazaret gesehen und doch nicht gesehen (4, 20.23; vgl. 8, 10). Sie haben gestaunt (4, 22), aber nicht geglaubt. Es hat ihnen nichts genützt, dass sie im Land Jesu lebten und seine Zeitgenossen waren. Sie standen „draußen“ (V. 20); aber Jesus lässt sich nicht herausrufen, wer ihn sehen will, muss drinnen sein.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)