Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 28. September 2026

Evangelium Lukas 9, 46–50

In jener Zeit kam unter den Jüngern der Gedanke auf, wer von ihnen der Größte sei.
Jesus sah den Gedanken in ihren Herzen.
Deshalb nahm er ein Kind, stellte es neben sich und sagte zu ihnen:
Wer dieses Kind in meinem Namen aufnimmt,
der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt,
der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
Denn wer unter euch allen der Kleinste ist, der ist groß.
Da sagte Johannes: Meister, wir haben gesehen,
wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb,
und wir versuchten, ihn daran zu hindern,
weil er nicht mit uns zusammen nachfolgt.
Jesus antwortete ihm: Hindert ihn nicht!
Denn wer nicht gegen euch ist, der ist für euch.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Mit dem heutigen Evangelium schließt bei Lukas der Abschnitt, der mit 9, 1 begonnen hat. Die Jünger sollten in das „Geheimnis des Gottesreiches“ eingeführt werden und allmählich auch ihre eigene Stellung und Aufgabe begreifen. In diesem Zusammenhang steht die Erzählung vom Rangstreit der Jünger und von dem fremden Wundertäter (46–48.49–50). Überlegungen wie die, „wer von ihnen der Größte sei“, können im Jüngerkreis immer und überall auftauchen. Wenn das Evangelium davon im Anschluss an die Leidensweissagung berichtet, wird die Kluft sichtbar, die auch jetzt noch die Jünger von Jesus trennt. Die Antwort Jesu auf die (nicht ausgesprochene) Frage der Jünger ist nicht ohne weiteres verständlich. Das Kind wird nicht als Muster der Demut vorgestellt. Näher liegt der biblische Gedanke, dass Gott auf der Seite der Armen und Geringen steht. Und dahin gehören auch die Jünger Jesu, ist der Kirche für alle Zeiten gesagt. – Das Schlusswort „Wer nicht gegen euch ist, der ist für euch“ weist den Weg der Toleranz und der Achtung vor Gottes Gaben, auch wenn diese nicht im Raum und Dienst der Kirche stehen.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)

Der Psalm 60 – für Kinder erklärt

Der Psalm 60 – für Kinder erklärt
Manchmal geht im Leben vieles schief und wir haben Angst. Der Psalm 60 zeigt: Wir dürfen Gott unsere Sorgen sagen und ihn um Hilfe bitten. Wir können darauf vertrauen, dass er uns nicht allein lässt. Der Psalm ist ein Gebet zu Gott in einer schwierigen Zeit. Das Volk Israel hat Angst und erlebt Streit und Niederlagen. Die Menschen bitten Gott um Hilfe und Schutz.

Der Psalm 60
1 Bitte um Hilfe nach einer Niederlage
[Für den Chormeister. Nach der Weise «Lilie des Zeugnisses». Ein Lied Davids zum Lehren,
2 als er mit den Aramäern Mesopotamiens und den Aramäern von Zoba kämpfte und als Joab umkehrte und die Edomiter im Salztal schlug, zwölftausend Mann.]
3 Du hast uns verworfen, o Gott, und zerschlagen. /
Du hast uns gezürnt. Richte uns wieder auf!
4 Erschüttert hast du das Land und gespalten. /
Heile seine Risse! Denn es kam ins Wanken.
5 Du hast dein Volk hart geprüft, /
du gabst uns betäubenden Wein zu trinken.
6 Für alle, die dich fürchten, hast du ein Zeichen aufgestellt, /
zu dem sie fliehen können vor dem Bogen. [Sela]
7 Hilf mit deiner Rechten, erhöre uns, /
damit die gerettet werden, die du so sehr liebst.
8 Gott hat in seinem Heiligtum gesprochen: /
«Ich will triumphieren, will Sichem verteilen /
und das Tal von Sukkot vermessen.
9 Mein ist Gilead, mein auch Manasse, /
Efraim ist der Helm auf meinem Haupt, /
Juda mein Herrscherstab.
10 Doch Moab ist mein Waschbecken, /
auf Edom werfe ich meinen Schuh, /
ich triumphiere über das Land der Philister.»
11 Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, /
wer wird mich nach Edom geleiten?
12 Gott, hast denn du uns verworfen? /
Du ziehst ja nicht aus, o Gott, mit unseren Heeren.
13 Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! /
Denn die Hilfe von Menschen ist nutzlos.
14 Mit Gott werden wir Großes vollbringen; /
er selbst wird unsere Feinde zertreten.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.

ein Haus der Nächstenliebe

Ein Haus, das Nächstenliebe übt,
wird nie arm werden.

(Johannes Maria Vianny)

Im normalen Leben wird es einem oft gar nicht bewusst,
dass der Mensch überhaupt unendlich viel mehr empfängt,
als er gibt, und dass Dankbarkeit das Leben erst reich macht.
Dietrich Bonhoeffer

Der Mensch ist wie ein Samen,
der zum Blühen gebracht werden muss.

(Lisz Hirn)

Zeit für ein Dankeschön
Zeit zum Bedenken des Tages.
Zeit mich zu fragen: Wie war der Tag?
Was habe ich aus ihm gemacht?
Zeit zum Denken an die Menschen,
denen ich heute begegnet bin,
an die Weggefährten, an die mir Anvertrauten.
Zeit für ein Dankeschön.
Dank an die, die mir heute Freude gemacht haben,
deren Dasein schön und gut
und so selbstverständlich scheint.
Zeit für ein Dankeschön an den,
von dem alles kommt, was ich habe, was ich bin.
(Stephan Schaefer)

Wer liebt, gibt. Gibt immer.
Und er hat eine Fülle, die nicht endet.

(Chiara Lubich)

Gott schauen
Am Ende seines Lebens wurde der alte König schwermütig. Missmutig ließ er alle Weisen des Landes rufen: „Ich habe alles in meinem Leben erlebt. Nur Gott habe ich nicht gesehen. Ihn will ich noch sehen. Ich habe nicht mehr viel Zeit. Ich gebe euch drei Tage, dass ich Gott ins Angesicht schauen kann. Schafft ihr es nicht, werde ich euch töten lassen.“ Als die Tage vorüber waren, ließ er alle wieder vor sich rufen. Die Weisen blieben jedoch stumm. Als der zornige König ihr Todesurteil verkünden wollte, kam ein Hirte vom Feld. Er hatte vom Befehl des Königs gehört und sprach: „Erlaube mir, großer König, dass ich dir deinen Wunsch erfülle.“ – „Es geht um deinen Kopf“, antwortete der König, „wenn es dir nicht gelingt, werde ich dich töten lassen.“ Der Hirte nickte und führte den König vor das Schloss. Dann zeigte er auf die Sonne. „Schau hin, großer König.“ Der König wollte in die Sonne blicken, aber ihr Glanz blendete ihn so stark, dass er seine Augen schloss. „Aber König“, sprach der Hirte, „die Sonne ist doch nur ein kleines Stückchen der Schöpfung Gottes. Und du willst mit deinen schwachen, tränenden Augen Gott schauen? Geh und suche ihn mit anderen Augen!“
(Nach Leo Tolstoi)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.


3 x „SCHMUNZELIGES“
1. "Tag, Fahrzeugkontrolle!" "Ja? Könnten Sie mir bitte das Öl auch gleich nachschauen?!"
2. In einer Kneipe sitzen ein Kölner, ein Düsseldorfer und ein Münchner gemütlich beisammen. Während der Düsseldorfer sich ein Altbier bestellt, ordert der Kölner ein Kölsch, der Münchner hingegen, bestellt sich eine Cola. Die beiden schauen ihn verdutzt und fragen nach, warum er sich eine Cola bestellt. Da antwortet der Münchner: "Also wenn ihr kein Bier trinkt, dann mag ich auch keins trinken!"
3. Nach dem Haareschneiden bekommt Georg vom Friseur den Spiegel vorgehalten: "Ist es so recht, junger Herr?" "Hinten darf es noch etwas länger werden", erwidert Georg.

Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen