Lieber Gott, wir danken dir für Frieden und Freiheit.
Wir denken heute an die Teilung Deutschlands und an die Wiedervereinigung.
Hilf uns, einander zu respektieren, zusammenzuhalten und friedlich miteinander zu leben.
Schenke unserem Land Frieden, Zusammenhalt und eine gute Zukunft.
Amen.
Tag der Deutschen Einheit
Der Tag der Deutschen Einheit ist der Nationalfeiertag von Deutschland. Er ist jedes Jahr am 3. Oktober. An diesem Tag erinnert man sich an die Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990. Damals wurden die BRD (Bundesrepublik Deutschland) und die DDR (Deutsche Demokratische Republik) wieder zu einem Land. Deutschland war seit 1949 geteilt. Die Teilung entstand nach dem Zweiten Weltkrieg und war Teil des Kalten Krieges. Am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Danach veränderte sich vieles in der DDR. Die Menschen bekamen mehr Möglichkeiten zu reisen und ihre Meinung frei zu sagen. Außerdem wurden politische Reformen gefordert. Danach wurde schnell über die Wiedervereinigung verhandelt. Deutschland und andere Länder arbeiteten gemeinsam an Verträgen. Ziel war es, die deutsche Einheit friedlich und nach den Regeln des Rechts zu erreichen. Am 3. Oktober 1990 trat die DDR der Bundesrepublik Deutschland bei. Damit war Deutschland wieder ein vereintes Land. Für die Wiedervereinigung mussten viele Dinge geregelt werden. Dazu gehörten zum Beispiel:
die Gesetze,
die Wirtschaft,
das Sozialwesen,
das Eigentum,
die Renten und Sozialleistungen.
Auch die neuen Bundesländer wurden Teil der Bundesrepublik Deutschland.
Der Einigungsvertrag regelte wichtige Einzelheiten der Wiedervereinigung. Das Grundgesetz blieb die rechtliche Grundlage des vereinten Deutschlands.
Der Tag der Deutschen Einheit erinnert deshalb an die Wiedervereinigung Deutschlands. Er steht auch für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit.
Der Feiertag erinnert die Menschen außerdem an die gemeinsame Geschichte Deutschlands und an die gemeinsame Zukunft.
Bitten
Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
Guter Gott, am heutigen 03. Oktober - dem Tag der Deutschen Einheit - bitten wir voll Vertrauen:
1. Gott, wir bitten dich um deinen Segen für unser Land.
Lass die Menschen in Ost und West in gegenseitigem Respekt verbunden bleiben und die Einheit unseres Landes immer wieder neu gestalten.
2. Wir bitten dich um Frieden.
Stärke alle, die sich für Verständigung, Versöhnung und ein gutes Miteinander einsetzen, und bewahre unser Land vor Spaltung und Hass.
3. Wir denken an die Menschen, die unter der deutschen Teilung gelitten haben.
Schenke ihnen Trost und Dankbarkeit und bewahre die Erinnerung an ihre Erfahrungen.
4. Wir bitten dich um offene Herzen.
Hilf uns, unterschiedliche Lebensgeschichten, Prägungen und Erfahrungen anzunehmen und voneinander zu lernen.
5. Wir denken an Menschen, die sich heute abgehängt oder nicht gehört fühlen.
Gib ihnen Mut, ihre Stimme zu erheben, und schenke unserer Gesellschaft Aufmerksamkeit und Zusammenhalt.
6. Wir bitten dich um Weisheit für alle, die Verantwortung in unserem Land tragen.
Lass sie Entscheidungen treffen, die dem Gemeinwohl dienen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken.
7. Wir denken an die jungen Menschen unseres Landes.
Lass sie eine Zukunft erleben, in der Freiheit, Demokratie und gegenseitiger Respekt selbstverständlich sind.
8. Wir bitten dich um Kraft für alle, die sich ehrenamtlich engagieren.
Segne ihren Einsatz in Gemeinden, Vereinen, Initiativen und Nachbarschaften und lass daraus Gemeinschaft wachsen.
9. Wir denken an Menschen, die heute Einsamkeit, Armut oder Ausgrenzung erfahren.
Öffne unsere Augen und Herzen, damit niemand vergessen wird.
10. Gott, wir danken dir für die wiedergewonnene Einheit unseres Landes.
Lass uns dankbar zurückblicken, aufmerksam in der Gegenwart leben und gemeinsam hoffnungsvoll in die Zukunft gehen.
Gott, höre unsere Bitten und begleite unser Land auf seinem Weg.
Amen.
Beten wir wie Jesus:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Übung
www.aloys-trier.de/2026/02/27/fruehling-geworden/
www.aloys-trier.de/2025/06/23/eigenes-leben-viel-schoener/
www.aloys-trier.de/2025/04/03/eine-lohnende-uebung/
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 03. Oktober 2026
Evangelium Lukas 10, 17–24
In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und sagten voller Freude:
Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten
und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen,
sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!
In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt,
voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen
und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater,
und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn
und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein:
Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.
Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das heutige Evangelium hat deutlich zwei Teile: 1. die Rückkehr der 70 Jünger (V. 17–20), 2. Jesu Dank an den Vater (V. 21–24). Jesus hatte den Jüngern keine großen Erfolge verheißen. Was die Jünger bei ihrer Rückkehr mit so viel Freude und geheimem Stolz berichten, sind in Wirklichkeit keine Missionserfolge. Sie haben Dämonen ausgetrieben, obwohl sie nach 10, 9 nur den Auftrag hatten, Kranke zu heilen; aber die Jünger verstehen auch die Dämonenaustreibung als Krankenheilung. Jesus selbst sieht hinter den sichtbaren Machterweisen das eigentliche Geschehen: die Niederlage des Bösen, das Aufbrechen der Gottesherrschaft. Dass die Jünger im Dienst Gottes stehen dürfen und wie Jesus selbst von Gott bestätigt werden, darüber sollen sie sich freuen. Jesus, der als wirklicher Mensch Augenblicke großer innerer Bewegung durchlebt hat, erbebt beim Gedanken an die anbrechende Gottesherrschaft und an die Rolle, die ihm und seinen Jüngern dabei zukommt. Sein Dank an den Vater weitet sich zu einem feierlichen Bekenntnis, das die Tiefen Gottes und den Plan seiner Liebe sichtbar macht.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)

