soll unser Dank erschallen

1. Menschen, dir ihr wart verloren,
lebet auf, erfreuet euch!
Euch ist Gottes Sohn geboren,
heut ward er den Menschen gleich.
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll unser Dank erschallen:
Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!

2. Welche Wunder reich an Segen
stellt uns dies Geheimnis dar!
Seht, der kann sich selbst nicht regen,
durch den alles ist und war.
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll unser Dank erschallen:
Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!

3. Selbst der Urquell aller Gaben
leidet solche Dürftigkeit!
Welche Liebe muss der haben,
der sich euch so ganz geweiht!
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll unser Dank erschallen:
Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!

4. Menschen! Liebt, o liebt ihn wieder
und vergesst der Liebe nie!
Singt mit Andacht Dankeslieder
und vertraut, er höret sie!
Lasst uns vor ihm niederfallen,
ihm soll unser Dank erschallen:
Ehre sei Gott, Ehre sei Gott,
Ehre sei Gott in der Höhe!

aber zeigen

Das Leben gleicht einer Frucht; 
nur wer sie teilt, findet ihren Kern.
Liebe kann man nicht sehen, aber zeigen.


Auf der Suche nach Gott
Als ich ein Kind war,
suchte ich Gott,
unverwandt ins Licht blickend,
das von oben kam.
Als ich heranwuchs,
suchte ich ihn
bei den Brüdern und Schwestern,
die um mich waren.
Als ich in der Mitte des Lebens war,
suchte ich ihn auf Pisten in der Wüste.
Nun, da mein Weg dem Ende zugeht,
genügt e s mir, die Augen zu schließen,
und ich finde ihn in mir.
(Carlo Carretto)

„SCHMUNZELIGES“
Frau Müller kommt nach einer zweiwöchigen Reise nach Hause und fragt ihren achtjährigen Sohn: „Na, wart ihr sehr traurig, als ich weg war?“ Meint der Kleine: „Na, ja schon. Papa wurde hingegen erst während der letzten Tage immer trauriger.“

Herr, gib DU uns Augen,
die den Nachbarn sehn,
Ohren, die ihn hören
und ihn auch verstehn.
Füße, die nicht zögern,
wenn die Hilfe eilt.
Herzen, die sich freuen,
wenn ein andrer lacht,
einen Mund, zu reden,
was ihn glücklich macht.


„SCHMUNZELIGES“
Das Telefon klingelt. Marie geht dran und ruft: „Papi, es ist Ninas Vater. Er lässt fragen, wann du mit meinen Hausaugaben fertig bist. Er möchte sie dann abschreiben.“

Die meisten Menschen ahnen nicht,
was Gott aus ihnen machen könnte,
wenn sie sich ihm ganz zur Verfügung stellen würden.

(hl. Ignatius von Loyola)

Bitte und Hoffnung Psalm 80

Der Psalm 80

Der Psalm 80 spricht zu Gott als dem Hirten Israel, bittet um Rettung und Führung, erinnert an Gottes einstige Wunder in Ägypten und die einstige Stellung Israels als Weide, die nun durch Feinde bedroht ist. Der Psalm betont Bitte um Wiederherstellung, Trost und erneuertes Mitleid Gottes, damit Israel wieder sicher und fruchtbar werde. Er endet mit der Hoffnung auf Gottes Erscheinung und Rettung.


1 Bitte für Israel, den Weinstock Gottes
[Für den Chormeister. Nach der Weise «Lilien». Ein Zeugnis. Ein Psalm Asafs.]
2 Du Hirte Israels, höre, /
der du Josef weidest wie eine Herde! Der du auf den Kerubim thronst, erscheine /
3 vor Efraim, Benjamin und Manasse! Biete deine gewaltige Macht auf /
und komm uns zu Hilfe!
4 Gott, richte uns wieder auf! /
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
5 Herr, Gott der Heerscharen, wie lange noch zürnst du, /
während dein Volk zu dir betet?
6 Du hast sie gespeist mit Tränenbrot, /
sie überreich getränkt mit Tränen.
7 Du machst uns zum Spielball der Nachbarn /
und unsere Feinde verspotten uns.
8 Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! /
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.
9 Du hobst in Ägypten einen Weinstock aus, /
du hast Völker vertrieben, ihn aber eingepflanzt.
10 Du schufst ihm weiten Raum; /
er hat Wurzeln geschlagen /
und das ganze Land erfüllt.
11 Sein Schatten bedeckte die Berge, /
seine Zweige die Zedern Gottes.
12 Seine Ranken trieb er bis hin zum Meer /
und seine Schößlinge bis zum Eufrat.
13 Warum rissest du seine Mauern ein? /
Alle, die des Weges kommen, plündern ihn aus.
14 Der Eber aus dem Wald wühlt ihn um, /
die Tiere des Feldes fressen ihn ab.
15 Gott der Heerscharen, wende dich uns wieder zu! /
Blick vom Himmel herab, und sieh auf uns! Sorge für diesen Weinstock /
16 und für den Garten, den deine Rechte gepflanzt hat.
17 Die ihn im Feuer verbrannten wie Kehricht, /
sie sollen vergehen vor deinem drohenden Angesicht.
18 Deine Hand schütze den Mann zu deiner Rechten, /
den Menschensohn, den du für dich groß und stark gemacht.
19 Erhalt uns am Leben! /
Dann wollen wir deinen Namen anrufen und nicht von dir weichen.
20 Herr, Gott der Heerscharen, richte uns wieder auf! /
Lass dein Angesicht leuchten, dann ist uns geholfen.

Der Psalter war das Gebetbuch Jesu.
Was heißt es für uns heute als Christen,
die Psalmen im Glauben an Jesus Christus zu beten?
Die Psalmen sind ein Kleinod für das eigene geistliche Leben.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.