„Herr, gib uns deinen Frieden!“
Es ist wenig Raum zwischen der Zeit,
wo man zu jung, und der wo man zu alt war.
(Montesquieu)
Segne mich HERR, dass ich zum Segen werde für andere.
Herr, segne meine Hände und hilf,
dass sie behutsam seien,
dass sie halten können,
ohne zur Fessel zu werden,
dass sie geben können ohne Berechnung,
dass ihnen innewohnt die Kraft zu trösten und zu segnen.
Herr, segne meine Augen und hilf,
dass sie Bedürftigkeit wahrnehmen,
dass sie Unscheinbares nicht übersehen,
dass sie hindurchschauen
durch das Vordergründige,
dass andere sich wohl fühlen können
unter meinen Blicken.
Herr, segne meine Ohren und hilf,
dass sie deine Stimme zu erhorchen vermögen,
dass sie hellhörig seien für die Stimme der Not,
dass sie verschlossen seien für Lärm
und Geschwätz,
dass sie das Unbequeme nicht überhören.
Herr segne meinen Mund und hilf,
dass er dich bezeuge,
dass nichts von ihm ausgehe,
was verletzt und zerstört,
dass er heilende Worte spreche,
dass er Anvertrautes bewahre.
Herr, segne mein Herz und hilf,
dass es Wohnstatt sei deinem heiligen Geist,
dass es Wärme schenken und bergen kann,
dass es reich sei an Verzeihung,
dass es Leid und Freude teilen kann.
Der Begriff der Aufgabe ist ein Wesensbestandteil des Menschseins:
Den Menschen gibt es nicht ohne Aufgabe.
(José Ortega y Gasset)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.