1. O Mensch, bewein dein Sünde groß,
darum Christus seins Vaters Schoß
verlie und kam auf Erden;
von einer Jungfrau auserkorn
ward er für uns ein Mensch geborn,
er wollt der Mittler werden.
Den Toten er das Leben gab
und tat dabei all Krankheit ab,
bis es sich sollt erfüllen,
dass er für uns geopfert würd,
trüg unsrer Sünden schwere Bürd
am Kreuze nach Gottes Willen.
2. So lasst uns nun ihm dankbar sein,
dass er für uns litt solche Pein,
nach seinem Willen leben.
Auch lasst uns sein der Sünde Feind,
weil Gottes Wort so helle scheint,
Tag und Nacht danach streben,
die Lieb erzeigen jedermann,
die Christus hat an uns getan
mit seinem bittern Sterben.
O Menschenkind, betracht das recht,
wie Gottes Zorn die Sünde schlägt,
dass du nicht mögst verderben.