Tagesevangelium vom 07. Februar 2026
Evangelium Markus 6, 30–34
In jener Zeit versammelten sich die Apostel, die Jesus ausgesandt hatte,
wieder bei ihm und berichteten ihm alles, was sie getan und gelehrt hatten.
Da sagte er zu ihnen: Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus!
Denn sie fanden nicht einmal Zeit zum Essen, so zahlreich waren die Leute, die kamen und gingen.
Sie fuhren also mit dem Boot in eine einsame Gegend, um allein zu sein.
Aber man sah sie abfahren und viele erfuhren davon;
sie liefen zu Fuß aus allen Städten dorthin und kamen noch vor ihnen an.
Als er ausstieg, sah er die vielen Menschen und hatte Mitleid mit ihnen;
denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er lehrte sie lange.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Jünger kehren von ihrer ersten Missionsreise zurück (vgl. Evangelium am Donnerstag dieser Woche: Mk 6, 7–13). Sie sind erregt und erschöpft. Jetzt brauchen sie zuerst Abstand und Ruhe. Jesus und die Jünger auf der einen Seite, die Volksmenge auf der anderen: Dieses Bild finden wir öfter im Markusevangelium. – Die Verse 32–34 leiten zur Brotvermehrung über (V. 35–44). Jesus gibt dem verlorenen Haufen, der ihm nachfolgt, Brot für den Hunger des Leibes, aber vorher „lehrt er sie lange“. Der Mensch lebt vom Wort nicht weniger als vom Brot. Die Jünger werden beides tun müssen: Das Brot des Wortes (und des Sakraments) reichen, aber auch den leiblichen Hunger stillen. – „Brot“ ist das wichtigste Stichwort in diesem Teil des Markusevangeliums (6, 30 – 8, 26). Dazu kommen die Themen Rein und Unrein, Verstehen und Nicht-Verstehen.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)