Rauchsignal
Der einzige Überlebende eines Schiffsunglücks wird an den Strand einer einsamen und unbewohnten Insel gespült. Tag für Tag hält er Ausschau nach Rettung – vergeblich. Schließlich baut er für sich und seine wenigen Habseligkeiten eine kleine Hütte aus Holz. Eines Tages aber geht seine Hütte in Flammen auf. Nun hat er alles verloren; er schreit und klagt vor Ärger und Verzweiflung. Am nächsten Morgen hört er ein Motorboot herankommen. Er springt auf, und tatsächlich, man will ihn retten. „Woher wusstet ihr, dass ich hier bin?“, fragt er glückstaumelnd seine Retter. „Wir haben Ihr Rauchsignal gesehen.“
(Imre Kertész)
Entscheidend ist, dass du auf andere Menschen zugehst,
sie wahr- und annimmst, deinen Teil beiträgst,
verantwortungsvoll handelst, bist, was du sein kannst,
liebst, dein Leben lebst und Menschlichkeit förderst.
(Max Feigenwinter)
Es genügt, von einem Tag zum anderen zu leben.
Arm in Arm mit der Vorsehung zu gehen,
ohne ihr vorauseilen zu wollen.
(Papst Johannes XXIII.)
Möge dein Leben eine Antwort verwunderten Staunens
angesichts dessen sein, was Er in dich gelegt hat.
(Frère Roger)
„Schmunzeliges“
Ein Pfarrer will seine künftige Pfarrei besichtigen. Am Bahnhof fragt er den jungen Kai nach dem Weg zur Kirche. Kai gibt ihm freundlich Auskunft. Nachher meint der Pfarrer: „Du hast mir den Weg zur Kirche gezeigt. Bald fängt die Schule an, dann zeige ich dir den Weg zum Himmel.“ Aber da hat Kai seine Zweifel: „Wie können Sie den Weg zum Himmel wissen, wenn Sie nicht einmal den Weg zur Kirche wissen?“
Gott zählt nicht, wie gut wir tun,
sondern wie ehrlich wir zu ihm sind.
Es ist wichtiger, ehrlich zu erkennen,
dass wir Fehler haben, als sich besser zu fühlen als andere.
Dem Mut, zu Gott zu kommen und um Vergebung zu bitten,
räumt Liebe und Vergebung ein.