Tagesevangelium vom 04. Oktober 2026
Evangelium Matthäus 21, 33–42.44.43
In jener Zeit sprach Jesus zu den Hohepriestern und den Ältesten des Volkes:
Hört noch ein anderes Gleichnis: Es war ein Gutsbesitzer, der legte einen Weinberg an,
zog ringsherum einen Zaun, hob eine Kelter aus und baute einen Turm.
Dann verpachtete er den Weinberg an Winzer und reiste in ein anderes Land.
Als nun die Erntezeit kam, schickte er seine Knechte zu den Winzern, um seine Früchte holen zu lassen.
Die Winzer aber packten seine Knechte; den einen prügelten sie,
den andern brachten sie um, wieder einen anderen steinigten sie.
Darauf schickte er andere Knechte, mehr als das erste Mal; mit ihnen machten sie es genauso.
Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen; denn er dachte: Vor meinem Sohn werden sie Achtung haben.
Als die Winzer den Sohn sahen, sagten sie zueinander: Das ist der Erbe.
Auf, wir wollen ihn umbringen, damit wir sein Erbe in Besitz nehmen.
Und sie packten ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und brachten ihn um.
Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt: Was wird er mit jenen Winzern tun?
Sie sagten zu ihm: Er wird diese bösen Menschen vernichten
und den Weinberg an andere Winzer verpachten, die ihm die Früchte abliefern, wenn es Zeit dafür ist.
Und Jesus sagte zu ihnen: Habt ihr nie in der Schrift gelesen:
Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, er ist zum Eckstein geworden;
vom Herrn ist das geschehen und es ist wunderbar in unseren Augen?
Und wer auf diesen Stein fällt, wird zerschellen; auf wen der Stein aber fällt, den wird er zermalmen.
Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird euch weggenommen und einem Volk gegeben werden,
das die Früchte des Reiches Gottes bringt.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Gottesherrschaft, die Jesus verkündet, ist ebenso wie der Gottesbund vom Sinai ein Geschenk für die Menschen, für das sie nun verantwortlich sind. Wenn ein Volk oder ein Mensch sich nicht nach dem Willen Gottes richtet, wird ihm „das Reich Gottes weggenommen“. Das sagt Jesus nicht nur den Hohepriestern und den Pharisäern; auch das neue Volk Gottes wird nach demselben Maßstab gerichtet; auf die Früchte wird es ankommen.
Jesus ist der Eckstein. An der Haltung zu ihm entscheidet sich, ob unser Leben Früchte bringt, die dem entsprechen, was Gott von uns will. Aus der Verbundenheit mit ihm erhält unser Leben seinen Sinn.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)