über Leben Wirken Sterben Auferstehung Jesu

Wer waren die vier Evangelisten?
Die vier Evangelisten sind Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Sie gelten als Verfasser der vier Evangelien des Neuen Testaments. In ihren Schriften berichten sie über das Leben, Wirken, Sterben und die Auferstehung Jesu. Dabei setzt jeder Evangelist unterschiedliche Schwerpunkte.

Matthäus
Das Matthäusevangelium wird im Neuen Testament an erster Stelle überliefert. Es beginnt mit der Stammes- und Ahnenreihe Jesu, die seine Abstammung von Abraham und König David hervorhebt. Matthäus legt besonderen Wert darauf zu zeigen, dass sich in Jesus die Prophezeiungen und Verheißungen des Alten Testaments erfüllen. Er stellt Jesus als den verheißenen Messias dar. Eine der bekanntesten Stellen ist die Bergpredigt (Matthäus 5–7). Darin vermittelt Jesus wichtige Lehren über das Reich Gottes, das Gebet, die Nächstenliebe und ein gutes Leben.

Markus
Das Markusevangelium ist das kürzeste der vier Evangelien. Es wirkt besonders lebendig und dynamisch, weil Markus häufig die Taten und das Wirken Jesu beschreibt. Anders als Matthäus und Lukas beginnt er nicht mit der Geburt Jesu, sondern mit dessen Auftreten und Taufe im Jordan. Markus stellt Jesus besonders als den leidenden Messias dar. Ein wichtiger Schwerpunkt ist sein Leiden und Sterben am Kreuz. Dies wird vor allem im 15. Kapitel deutlich.

Lukas
Lukas gilt traditionell als Arzt und als sorgfältiger und gründlicher Schriftsteller. Sein Evangelium ist das längste der vier Evangelien und enthält zahlreiche Einzelheiten, die bei Matthäus, Markus und Johannes nicht zu finden sind. Lukas betont besonders die Barmherzigkeit, Liebe, Vergebung und Gnade Gottes. Zu den bekannten Geschichten gehören die Geburt Jesu, die Weihnachtsgeschichte, das Gleichnis vom verlorenen Sohn und das Gleichnis vom barmherzigen Samariter. Auch das Vaterunser wird bei Lukas überliefert. Dadurch vermittelt sein Evangelium besonders eindrucksvoll, wie wichtig Mitgefühl und die Zuwendung zu anderen Menschen sind.

Johannes
Johannes wird traditionell mit einem der engsten Jünger Jesu verbunden. Sein Evangelium unterscheidet sich deutlich von den drei anderen Evangelien. Es wird häufig als besonders theologisch und tiefgründig bezeichnet. Johannes betont vor allem die göttliche Natur Jesu und seinen besonderen Bezug zu Gott. Dies wird durch die bekannten „Ich-bin-Worte“ deutlich, zum Beispiel: „Ich bin das Brot des Lebens“ und „Ich bin das Licht der Welt“. Im Johannesevangelium finden sich viele ausführliche Gespräche und Reden Jesu, die in den anderen Evangelien nicht oder nur in anderer Form vorkommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Liebe, Glauben und der Gemeinschaft mit Gott. Am Ende berichtet Johannes von der Auferstehung Jesu und seinen Erscheinungen vor den Jüngern, unter anderem am See Genezareth.

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