Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 30. Mai 2026

Evangelium Markus 11, 27–33

In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger nach Jerusalem.
Als er im Tempel umherging, kamen die Hohepriester,
die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und fragten ihn:In welcher Vollmacht tust du das?
Wer hat dir diese Vollmacht gegeben, das zu tun?
Jesus sagte zu ihnen: Ich will euch eine Frage stellen.
Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich das tue.
Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen?
Antwortet mir! Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel,
so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Sollen wir also antworten: Von den Menschen?
Sie fürchteten sich aber vor den Leuten; denn alle hielten Johannes wirklich für einen Propheten.
Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht.
Jesus erwiderte: Dann sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich das tue.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
„In welcher Vollmacht tust du das?“ Die Frage der jüdischen Obrigkeit bezieht sich auf die Tempelreinigung und kommt verspätet (vgl. 11, 17–18; Joh 2, 18), anscheinend weil der Hohe Rat zuerst den Beschluss fassen musste, in aller Form nach der Vollmacht Jesu zu fragen. Die Frage gilt natürlich dem Auftreten Jesu überhaupt. Jesus antwortet mit einer Gegenfrage. Er verweigert der jüdischen Behörde eine Antwort, sodass eine eigentliche Diskussion nicht zustande kommt. Sie kommt deshalb nicht zustande, weil die Fragenden nicht gewillt sind, eine etwaige Antwort Jesu überhaupt zu diskutieren. Ein Gespräch, auch ein Streitgespräch, setzt die Bereitschaft zum Hören voraus, in unserem Fall die Bereitschaft zum Glauben.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)

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