Tagesevangelium vom 03. November 2025
Evangelium Lukas 14, 12–14
In jener Zeit sprach Jesus zu einem der führenden Pharisäer,
der ihn zum Essen eingeladen hatte:
Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst,
lade nicht deine Freunde oder deine Brüder,
deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein;
sonst laden auch sie dich wieder ein und dir ist es vergolten.
Nein, wenn du ein Essen gibst,
dann lade Arme, Verkrüppelte, Lahme und Blinde ein.
Du wirst selig sein, denn sie haben nichts, um es dir zu vergelten;
es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Alles menschliche Tun hat eine sichtbare und eine unsichtbare Seite. Entscheidend ist nicht, was ein Mensch tut, sondern warum er es tut. Für viele Menschen ist das Einladen von Gästen ebenso wie das Geschenkemachen Sache nüchterner Berechnung: Lohnt es sich? Der Wert eines Menschen ist daran erkennbar, ob er etwas tun kann, was sich nicht lohnt. Die Liebe rechnet nicht. Gott rechnet nicht. Er selbst lädt zu seinem Gastmahl die ein, die nichts verdient haben und nichts vergelten können: Die Armen und die Verkrüppelten, die Lahmen und die Blinden von Vers 13 kommen im nachfolgenden Gleichnis (14, 15–24) wieder vor. Das Tun der Jünger soll das Tun Gottes widerspiegeln; Gottes eigene, selbstlos schenkende Liebe soll im Jünger sichtbar werden. Aber steht am Ende (V. 14) nicht doch die Erwartung des Lohns? Sicher wird hier ein Lohn verheißen, aber doch nur dem, der nicht um Lohn arbeitet.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)