Abendgebet

Abendgebet 

Himmlischer Vater, ich komme heute Abend zu dir,
müde von einem Tag voller Aufgaben, Sorgen und Freuden.
Du kennst jeden Gedanken, der mir durch den Kopf ging.
In deiner Güte lege ich alles vor dich hin.
Nimm mich sanft in deine Hände, wie ein Kind in den Armen seiner Mutter.
Erinnere mich daran, dass du mich trägst und mich sicher hältst.
Stärke meinen Glauben, damit ich dir immer vertraue.
Hilf mir, Abstand zu gewinnen von dem, was heute nicht gut war.
Vergib mir, wo ich falsch gehandelt oder ungeduldig reagiert habe,
und schenke mir die Bereitschaft, neu anzufangen.
Danke für deine Gegenwart, für deine Nähe, für die kleinen Zeichen deiner Liebe im Alltag:
ein freundliches Wort, ein geteiltes Lächeln, ein Moment der Stille.
Danke, dass du mich dorthin geführt hast, wo ich heute sicher war,
und dass du mich heute Abend in deinen Händen hältst.
Beschütze meine Lieben, egal wo sie sind.
Stärke unsere Familie, unsere Freunde und alle, die mir wichtig sind.
Gib ihnen Ruhe, Gesundheit und Zuversicht.
Ich lasse los, was ich nicht kontrollieren kann, und überlasse alles in deine fürsorgliche Obhut.
In deiner Liebe finde ich Ruhe, in deinem Frieden schließe ich meine Augen.
Gütiger Gott, schenke mir jetzt eine friedliche Nacht.
Lass mich am Morgen mit neuer Hoffnung erwachen, bereit, dir treu zu folgen.
Dir gilt mein Dank und Lobpreis.
Amen.

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.

Gute Nacht, Aloys

Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 27. Oktober 2025

Evangelium Lukas 13, 10–17


In jener Zeit lehrte Jesus am Sabbat in einer Synagoge.
Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren krank war,
weil sie von einem Geist geplagt wurde; sie war ganz verkrümmt
und konnte nicht mehr aufrecht gehen.
Als Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sagte: Frau, du bist von deinem Leiden erlöst.
Und er legte ihr die Hände auf. Im gleichen Augenblick richtete sie sich auf und pries Gott.
Der Synagogenvorsteher aber war empört darüber, dass Jesus am Sabbat heilte,
und sagte zu den Leuten: Sechs Tage sind zum Arbeiten da.
Kommt also an diesen Tagen und lasst euch heilen, nicht am Sabbat!
Der Herr erwiderte ihm: Ihr Heuchler!
Bindet nicht jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe los und führt ihn zur Tränke?
Diese Frau aber, die eine Tochter Abrahams ist und die der Satan schon seit achtzehn Jahren gefesselt hielt,
sollte am Sabbat nicht davon befreit werden dürfen?
Durch diese Worte wurden alle seine Gegner beschämt;
das ganze Volk aber freute sich über all die großen Taten, die er vollbrachte.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Die Heilung der kranken Frau, die seit achtzehn Jahren gekrümmt war, wird nur von Lukas berichtet, der noch von zwei weiteren Heilungen am Sabbat weiß (6, 6–10; 14, 1–6). Diese Erzählung will dem Zusammenhang nach nicht die Macht Jesu offenbaren. Sie steht vielmehr unter dem Thema: Annahme und Verwerfung der Botschaft Jesu, die eine Botschaft der Freiheit und der Freude ist (V. 16 und 17). Jesus stellt sich auf die Seite der Frau gegen den Dämon der Krankheit, er gibt ihr die Freiheit zurück, die ihr als einer Tochter Abrahams zukommt (V. 16). Und er stellt sich auf die Seite der aufrichtigen Güte, gegen die Heuchelei derer, denen das Gesetz wichtiger ist als der lebendige Mensch. Der Sabbat soll Tag der Vollendung, der Freude sein, nicht der Knechtschaft und Furcht. Die Armen und die Gebeugten sind fähig, die Gabe Gottes anzunehmen, seinem Wort zu trauen und seine Macht zu preisen.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


Noah baut eine große Arche

Noah baut eine große Arche, weil Gott ihn darum bittet. Er holt zwei von jeder Tierart und seine Familie hinein. Es regnet lange, das Wasser steigt, die Arche treibt. Nach der Flut landet sie auf einem Berg, die Erde wird wieder trocken. Gott verspricht, die Erde nie wieder so stark zu zerstören.

Ein neuer Anfang (Genesis 6-9)

Die Jahre vergingen, und die Menschen wurden immer schlechter. Gott betrachtete die Welt, und sie war nicht mehr so, wie er sie geschaffen hatte. Er beschloss, dem ein Ende zu machen. Die Welt brauchte einen neuen Anfang. Mit einer Sintflut wollte Gott alles Schlechte von der Erde wegwaschen. Aber Noah und seine Familie wollte er verschonen, denn Noah war ein guter, freundlicher Mann. Gott gab Noah sehr genaue Anweisungen und trug ihm auf, sich auf die Flut vorzubereiten. Er ließ Noah ein riesiges Schiff bauen: die Arche. Jeder lachte über Noah, weil es meilenweit kein Wasser gab. Aber Noah ignorierte sie. Monatelang baute er an seiner Arche, bis sie zum Schluss so hoch war, wie das größte Haus.