Tagesevangelium vom 24. Januar 2026
Evangelium Johannes 15, 9–17
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt.
Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben,
so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.
Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist
und damit eure Freude vollkommen wird.
Das ist mein Gebot, dass ihr einander liebt, so wie ich euch geliebt habe.
Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt.
Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage.
Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut.
Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt,
was ich von meinem Vater gehört habe.
Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt
und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.
Dann wird euch der Vater alles geben, was ihr ihn in meinem Namen erbittet.
Dies trage ich euch auf, dass ihr einander liebt.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Liebe, von der Jesus spricht und die er uns zum Gebot macht, hat ihren Ursprung in der Liebe, mit der Gott seinen eigenen Sohn liebt, und sie hat ihr Vorbild in der Innigkeit, mit der sich der Sohn dem Vater zuwendet. Der Sohn war „am Anfang“ bei Gott (Joh 1,2), er „ruht am Herzen des Vaters“ (1,18), er bleibt in der Liebe des Vaters (15,10) auch als der Menschgewordene. Den Willen des Vaters zu tun ist sein Leben und auch sein Sterben. Das Gegenteil von „bleiben“ wäre sich trennen, sich entfernen, treulos werden, den Gehorsam aufkündigen. – Wir sind „in ihm“, seit er uns angenommen, geliebt hat, konkret: seitdem wir durch die Taufe in seinen Tod und in sein Leben hineingenommen wurden. Wir bleiben in ihm durch den Glauben und die Treue: dadurch, dass wir immer neu sein Wort aufnehmen, festhalten und tun. Frucht dieser Liebe ist die Freude, die Freundschaft, das Vertrauen.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
Bitten
Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
Um den Armen eine frohe Botschaft zu bringen. Um den Blinden das Augenlicht, um Gefangenen die Entlassung zu verkünden und um die Zerschlagenheit in Freiheit zu setzen, ist Jesus in die Welt gekommen. So beten wir zu ihm:
1. Für unsere Familien: dass sie stets Gemeinschaften der Liebe und Wohlwollens bleiben.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
2. Für die Menschen, die kein Licht sehen in ihrem Leben, für die in ihren Beziehungen Gescheiterten; für alle, die sich nutzlos vorkommen.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
3. Um Ermutigung für alle, die im Einsatz für andere enttäuscht, behindert oder beschimpft werden.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
4. Um Heil für alle, die an Leib und Seele verletzt sind, und um das ewige Leben für die Verstorbenen.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
5. Für die Menschen, die gefangen sind in sich selbst, für jene, die zerbrechen an den Zwängen, denen sie ausgeliefert sind in der Familie oder im Beruf.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
6. Für alle Menschen der Erde, schenke allen ein würdiges Leben.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
7. Für all die Menschen, die an den Rand der Gesellschaft geraten sind und keinen Boden mehr unter ihre Füße bekommen;
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
8. Für die Wohnsitzlosen und die Asylsuchenden; für alle, die abhängig sind von einer Sucht; für alle, die sich selbst aufgegeben haben.
9. Für die Menschen, die uneins und zerstritten. Gib uns Mut zur Verständigung und zur Zusammenarbeit, auch bei verschiedener Meinung.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
10. Für alle, die nach Zuwendung hungern; für jene, die der Vergebung bedürfen; für jene, die abgeschrieben sind von denen, die ihnen einmal nahestanden.
Jesus, du Heiland und Retter – wir bitten dich.
Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus. In deinem Sohn hast du dich uns zugewandt. Dafür danken wir dir, und wir preisen dich in dieser Zeit und in Ewigkeit.
Beten wir wie Jesus:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Herr in Ewigkeit
Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit
Helfer der Armen, - wir huldigen dir
Heiland der Kranken, - wir huldigen dir
Rretter der Sünder, - wir huldigen dir
Bruder der Menschen, - wir huldigen dir
Hoffnung der Erde, - wir huldigen dir
Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit
Lamm, für uns geopfert, - wir huldigen dir
Mann aller Schmerzen, - wir huldigen dir
Mittler des Bundes, - wir huldigen dir
Erlöser und Heiland, - wir huldigen dir
Herr des neuen Lebens, - wir huldigen dir
Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit
Licht für die Menschen, - wir huldigen dir
Brot ewigen Lebens, - wir huldigen dir
Quelle der Gnade, - wir huldigen dir
Haupt deiner Kirche, - wir huldigen dir
Weg zum himmlischen Vater, - wir huldigen dir
Christus Sieger, Christus König, Christus Herr in Ewigkeit

