davon möchte ich wohl lernen

Von Maria lernen
Maria wusste um die Offenheit,
die nötig ist, um zu leben.
Sie konnte wahrscheinlich nichts mehr überraschen.
Weil sie ihre Hände offenhielt
Und nicht bestimmte,
was Gott hineinzulegen hätte.
Davon möchte ich wohl lernen.

(P. Horst Liedtke SAC)

Gegrüßet seist du Maria,
voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes.
Amen.

Das Verlangen nach innerer Ruhe,
nach Geborgenheit und geistigem Halt,
lädt uns ein zum Rosenkranzgebet.
Durch das Wiederholen der Worte,
die vor allem aus der Heiligen Schrift stammen,
entsteht ein Raum der Stille.
Darin können wir vor Gott verweilen und ruhig werden.
In jedem Ave wenden wir uns an Maria,
wie sie im Erleben des einzelnen Geheimnisses steht,
und bitten sie um ihre Fürsprache.


Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 16. November 2025

Evangelium Lukas 21, 5–19


In jener Zeit, als einige darüber sprachen, dass der Tempel
mit schön bearbeiteten Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei,
sagte Jesus: Es werden Tage kommen,
an denen von allem, was ihr hier seht,
kein Stein auf dem andern bleibt, der nicht niedergerissen wird.
Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen
und was ist das Zeichen, dass dies geschehen soll?
Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt!
Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!
und: Die Zeit ist da. – Lauft ihnen nicht nach!
Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken!
Denn das muss als Erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort.
Dann sagte er zu ihnen: Volk wird sich gegen Volk und Reich gegen Reich erheben.
Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben;
schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.
Aber bevor das alles geschieht, wird man Hand an euch legen und euch verfolgen.
Man wird euch den Synagogen und den Gefängnissen ausliefern,
vor Könige und Statthalter bringen um meines Namens willen.
Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können.
Nehmt euch also zu Herzen, nicht schon im Voraus für eure Verteidigung zu sorgen;
denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben,
sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können.
Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern
und manche von euch wird man töten.
Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden.
Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden.
Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Der Tempel von Jerusalem, der Stolz und die Freude Israels, wird zerstört werden. Für jüdische Ohren war das ein unfassbarer Gedanke; es bedeutete ihnen geradezu den Weltuntergang. Für den Evangelisten Lukas ist die Zerstörung des Tempels bereits ein Ereignis der Vergangenheit, und die Welt ist nicht untergegangen. Die Frage nach dem Ende der Zeit ist wesentlich die Frage nach dem Kommen des Menschensohnes in Macht und Herrlichkeit. Über den Zeitpunkt wird nur gesagt: Das Ende kommt noch nicht sofort (21, 9). Vorher wird es Katastrophen und Verfolgungen geben. Aufmerksam und ruhig sollen die Jünger Jesu die Ereignisse verfolgen und versuchen, ihren Sinn zu begreifen.

Herr Jesus Christus, ich weiß, eines Tages wirst du wiederkommen. Dann wird deine Herrlichkeit für alle sichtbar sein und du wirst die gebrochene Welt wieder herstellen. Hilf mir, bis dahin die Zeit meines Lebens sinnvoll zu nutzen und auf diesen Tag mit Freude hinzuleben. Ich freue mich auf alles, was du noch für mich bereithältst.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)