die eigenen Kräfte benutzen

Hebe deine Augen auf, 
und du wirst die Sterne sehen.

(philippinisches Sprichwort)

Die Probe
Für einen wichtigen Posten stellte ein König seinen Hofstaat auf die Probe. Viele weise und starke Männer umstanden ihn. „Ich habe ein Problem ihr weisen Männer“, sprach der König „und ich möchte erfahren, wer von euch eine Lösung finden kann.“ Er zeigte den Anwesenden ein riesiges Türschloss. Niemand hatte je zuvor etwas Derartiges gesehen. Der König erklärte: „Ihr seht hier das größte und schwerste Schloss meines Reiches. Ist einer von euch in der Lage, es zu öffnen?“ Viele der Anwesenden schüttelten verneinend den Kopf. Nur einige schauten sich das Schloss näher an und gaben zu, es nicht schaffen zu können. Ein einziger Mann ging zum Schloss, untersuchte es, bewegte es auf unterschiedliche Weise zog daran und siehe da, mit einem Ruck öffnete es sich. Das Schloss war nur angelehnt und nicht ganz eingeschnappt und es bedurfte nur der Bereitschaft und den Mut, dies zu begreifen und beherzt zu handeln. Da sprach der König: „Du sollst die Stelle an meinem Hof erhalten, denn du verlässt dich nicht nur auf das, was du siehst und hörst. Du benutzt deine eigenen Kräfte und wagst eine Probe.“

„Schmunzeliges“
Wie oft kann man 12 von 144 abziehen? Und was bleibt am Ende übrig? – „Man kann 12 von 144 abziehen sooft man will – es bleiben jedes Mal 132 übrig.“

Verlasse von Zeit zu Zeit die Menschen,
suche die Einsamkeit,
um im Schweigen und anhaltendem Gebet
deine Seels zu erneuern.

(Carlo Caretto)

Bild vor Augen

Macht nicht aus jeder Meinung gleich eine Religion.
Ich habe ein Bild vor Augen:
Wenn Gott die Arme ausbreitet,
dann sind dagegen all unsere Meinungen, Pläne, Ansichten
ganz winzige, kleine Scherze.

(Hans Dieter Hübsch)

Ob eine Sache gelingt, erfährst du nicht, wenn du darüber nachdenkst,
sondern wenn du es ausprobierst.

Die Liebe hat ihren Instinkt;
sie weiß den Weg zum Herzen.
(Honoré de Balzac)


Die großen Dinge des Daseins
werden nur den betenden Geistern geschenkt.

(Peter Wust)

„Schmunzeliges“
Ein Politiker sagt bei einer Wahlversammlung: „Es ist gar nicht wahr, dass die Preise dauernd steigen. Ich trinke zum Beispiel seit dreißig Jahren immer das gleiche Getränke, und das ist die ganze Zeit nie teurer geworden!“ Zwischenruf: „Und wie heißt dieses Getränk?“ Darauf der Politiker: „Freibier.“

Ich hoffe,
dass ich die inneren Zusammenhänge
zwischen Verdrängung und Feindschaft,
zwischen Liebe und Freiheit,
zwischen Leben und Sterben,
zwischen Glauben und Wissen,
zwischen Hoffen und Handeln,
zwischen oben und unten,
zwischen dir und mir,
mit meinem Herzen begreife
und vom Herzen her lebe.
(U. Schaffer)

„Schmunzeliges“
„Mensch Schäl“, meint Tünnes, „das hätte ich nicht getan, schwarze Socken zu dem hellen Anzug.“ – „Aber Tünnes, ich habe doch gar keine Socken an.“