Psalm 108 Dankbarkeit

Der Psalm 108

Der Psalm 108 ist ein kurzer Psalm der Dankbarkeit und des Vertrauens. Er verbindet zwei Teile: einerseits ein Ruf zum Herrn, um Gnade und Sieg, andererseits ein Bekenntnis des Triumphes über Feinde. Der Psalm bittet Gott um Unterstützung, erinnert an seine Treue und fordert Mut und Vertrauen, weil Gott stark ist und helfen kann. Im Kern geht es um Zuversicht auf Gottes Beistand trotz Schwierigkeiten.

108,1 Gott, Hilfe und Schutz seines Volkes
[Ein Lied. Ein Psalm Davids.]
2 Mein Herz ist bereit, o Gott, /
mein Herz ist bereit, /
ich will dir singen und spielen. Wach auf, meine Seele! /
3 Wacht auf, Harfe und Saitenspiel! /
Ich will das Morgenrot wecken.
4 Ich will dich vor den Völkern preisen, Herr, /
dir vor den Nationen lobsingen.
5 Denn deine Güte reicht, so weit der Himmel ist, /
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
6 Erheb dich über die Himmel, o Gott! /
Deine Herrlichkeit erscheine über der ganzen Erde.
7 Hilf mit deiner Rechten, erhöre uns, /
damit die gerettet werden, die du so sehr liebst.
8 Gott hat in seinem Heiligtum gesprochen: /
«Ich will triumphieren, will Sichem verteilen /
und das Tal von Sukkot vermessen.
9 Mein ist Gilead, mein auch Manasse, /
Efraim ist der Helm auf meinem Haupt, /
Juda mein Herrscherstab.
10 Doch Moab ist mein Waschbecken, /
auf Edom werfe ich meinen Schuh, /
ich triumphiere über das Land der Philister.»
11 Wer führt mich hin zu der befestigten Stadt, /
wer wird mich nach Edom geleiten?
12 Gott, hast denn du uns verworfen? /
Du ziehst ja nicht aus, o Gott, mit unsern Heeren.
13 Bring uns doch Hilfe im Kampf mit dem Feind! /
Denn die Hilfe von Menschen ist nutzlos.
14 Mit Gott werden wir Großes vollbringen; /
er selbst wird unsere Feinde zertreten.

Durch die Psalmen erfahren wir,
wie wichtig das Gebet und die Anerkennung des Schmerzes sind,
aber auch die Macht des Lobpreises und die Erfüllung von Prophezeiungen.
Dieses Buch ist als Gebetbuch für Gottes Volk konzipiert,
das auf die Ankunft des Messias
und die Erfüllung von Gottes Versprechen wartet.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.



ich trage sie immer bei mir

Eine Geschichte zum Nachdenken
Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schüler in der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen. Dann sagte sie zu den Schülern, Sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben. Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie ihre Blätter der Lehrerin. Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle. "Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar > nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass > mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder. Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen. Einige Jahre später war einer der Schüler in Vietnam gefallen und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre. Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Soldaten, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathe Lehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche. "Das wurde gefunden, als Mark gefallen ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Lade in meinem Schreibtisch". Chucks Frau sagte: "Chuck bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Marilyn. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Vicki, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Vicki und meinte dann: "Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

„Schmunzeliges“
Der Lehrer fragt jeden Schüler nach seinem Geburtstag. 7. Juli“ antwortet Lukas. „Aber in welchem Jahr?“ hakt der Lehrer nach. „In jedem Jahr, Herr Lehrer!“

8. Station Begegnung

Mit Jesus Christus sind wir auf dem Weg.
Mit Jesus Christus gehen wir den Kreuzweg.

8. Station: Jesus begegnet den weinenden Frauen


V Wir beten dich an, Herr Jesus Christus, und preisen dich.
A Denn durch dein heiliges Kreuz hast du die Welt erlöst.

L Es folgte eine große Menschenmenge, darunter auch
Frauen, die um ihn klagten und weinten. Jesus wandte sich
zu ihnen um und sagte: Ihr Frauen von Jerusalem, weint
nicht über mich; weint über euch und eure Kinder!
Lk 23,27–28

Meditation

V Jesus und die Frauen.
Trauer und Verzweiflung.
Miserére. – Erbarme dich.
Jesus nimmt Anteil:
„Weint nicht über mich!
Weint über euch und eure Kinder!“
Miserére.

Stille

V Gepriesen seist du, Herr Jesus Christus,
der du Anteil nimmst an unserem Leid.
Wir bitten dich:
A Erbarme dich über uns und über die ganze Welt.