Zeit haben

„Haben Sie einen Moment Zeit?“
Ein älterer Mensch stellt mir diese Frage im Eingangsbereich des Krankenhauses. Hinauf ins Treppenhaus möchte er, er habe dort etwas gesehen, das er mir zeigen wolle. Neugierig gehe ich neben ihm her. Menschen eilen an uns vorüber, nehmen zwei Treppenstufen auf einmal. „Da, schauen Sie!“, ruft er mit einem Mal und zeigt auf den Boden. Etwas erstaunt blicke ich auf die steinernen Treppenstufen. Jeden Tag laufe ich sie mehrmals hinauf und hinunter, gerne auch zwei auf einmal oder über die letzte Stufe springend. Im Marmor eingeschlossen sehe ich jetzt ein filigranes Schneckenhaus – und gleich daneben noch etwas, das einem Tier gleicht. Ich staune. Und gehe Stufe für Stufe mit dem Menschen hinauf und bewundere die kostbaren Erinnerungen an alte Zeiten, die im Stein eingeschlossen sind. Mit einem Mal muss ich an die Stelle in der Bibel denken, als Gott zu Mose sagt: „Es ist heiliger Boden“, den er betritt. So viele kleine Wunder der Schöpfung gibt es – inmitten des Alltags, sogar zu meinen Füßen. Vielleicht kann ich von Mose lernen: Achtsamkeit. Ehrfurcht. Gottes Spuren sind wirklich überall zu finden … selbst in den Treppen eines Krankenhauses.

„Schmunzeliges“
Zwei kleine Brüder übernachten bei der Oma. Vor dem Schlafengehen sprechen sie noch ihr Abendgebet. Schreit der Kleinere: 'Lieber Gott, ich wünsche mir vom Christkind einen Gameboy, ein Skateboard und Eislaufschuhe!' Sagt der

vortrefflich

Ich glaube, dass das Glück nur in der heiteren Auffassung des Lebens
und in der Vortrefflichkeit des Herzens
und nicht in den äußeren Umständen liegt.

(Fjodor Dostojewski)

„Schmunzeliges“
Fritz und Otto, zwei ehemalige Schulfreunde treffen sich. Sie sprechen über ihre Berufe. Fritz: 'Ich bin HNO - Arzt geworden. Und Du?' Otto: 'Ich verteile im Theater die Rollen.' Fritz: 'Aber das muss doch unheimlich schwer sein...' Otto: 'Nö, in jede Toilette muss nur eine.'

Lob annehmen
Staunen können
wie ein Kind
Mit offenem Mund
und ausgebreiteten Armen
Lob annehmen
Lob weitergeben
Im Loben Dir nahe sein
(Nach Psalm 150)

Gott ist die Liebe und Güte,
Er macht alles richtig mit uns:
"Was auch immer geschieht: Gott meint es gut mit mir!"

Peter Hahne

Wer zu den Köpfen redet,
muss viele Sprachen verstehen,
und man versteht nur eine gut.
Wer mit dem Herzen spricht,
ist allen verständlich.
(Ludwig Börne)

Das Leben leicht tragen und tief genießen
ist ja doch die Summe der Weisheit.

(Wilhelm von Humboldt)

barmherzig sein

Werke der Barmherzigkeit 
Im Christentum unterscheidet man verschiedene Werke der Barmherzigkeit. Sie sind eine beispielhafte Aufzählung von Handlungen, in denen sich Nächstenliebe äußert. Ihre Aufzählung geht auf biblische Quellen zurück.
Die sieben geistlichen Werke der Barmherzigkeit
die Unwissenden lehren
die Zweifelnden beraten
die Trauernden trösten
die Sünder zurechtweisen
den Beleidigern gern verzeihen
die Lästigen geduldig ertragen
für die Lebenden und Verstorbenen beten
Die sieben leiblichen Werke der Barmherzigkeit
Hungrige speisen
Obdachlose beherbergen
Nackte bekleiden
Kranke besuchen
Gefangene besuchen
Tote begraben
Almosen geben

Der Mut zu jedem Neubeginn wächst aus den Samenkörnern der Hoffnung.
(Jakob Tornay)

Was kommt auf uns zu?
Vielleicht Aufgaben, die uns enorm fordern;
Fragen, die sich uns noch nie gestellt haben;
Wünsche, die wir nicht erfüllen können;
Ansichten, die uns verunsichern;
Entscheidungen, die wir nicht verstehen;
Situationen, da wir nicht mehr ein und aus wissen;
Menschen, die uns brauchen.
Vielleicht aber auch Hilfen, an die wir gar nicht denken;
Ideen, die wir noch nie gehabt haben;
Lösungen, die Neues ermöglichen;
Anforderungen, die uns weiter bringen;
Begegnungen, die vieles verändern;
Reaktionen, die uns überraschen;
Menschen, die uns helfen.
Wir wissen es nicht, und das ist gut so.
Wichtig ist, dass wir annehmen, was ist,
geben, was wir haben, tun, was wir können,
sein, wie wir sind, leben und Leben ermöglichen.
(Max Feigenwinter)

3 x „SCHMUNZELIGES“
1. Olivia kommt mit dem Zeugnis nach Hause. Die Mutter stellt eine schlechte Note im Betragen fest und meint: „Nimm Dir ein Beispiel an Deinen Vater! Der ist schon zweimal wegen guter Führung vorzeitig aus dem Gefängnis entlassen worden!“
2. Markus holt seinen Vater von der Kneipe ab. Neugierig fragt er: „Papa, wie ist das eigentlich, wenn man einen Rausch hat?“ – „Na, ja“, meint der Vater bedächtig. „wenn du meinst, die beiden da vorne seien vier, dann hast du einen Rausch.“ Da murmelt Markus: „Aber da vorne ist nur einer!“
3. Der Lehrer will den Schülern den Begriff „Notwehr“ erklären. Er fragt: „Was ist das denn?“ Susi meint: „Notwehr ist, wenn ein Schüler sein Zeugnis selbst unterschreibt!“

Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen