liebevolle Rituale

… die sieben Sakramente
Sakramente sind wie liebevolle Rituale, durch die Gott uns näherkommt.
Sie zeigen uns, dass Glaube lebendig ist – im Alltag, in Freude und auch in schweren Zeiten.

1. Taufe

Bedeutung: Gott schenkt dir seine Liebe und macht dich zu seinem Kind.
Was passiert: Wasser wird über dich gegossen oder von oben herabgegossen.
Warum wichtig: Du gehörst jetzt zur Gemeinschaft der Christen.

2. Eucharistie (Kommunion)

Bedeutung: Jesus ist bei dir ganz nah.
Was passiert: Du empfängst Brot und Wein, die als Leib und Blut Jesu gegeben werden.
Warum wichtig: Du stärkst deinen Glauben und deine Freundschaft mit Jesus.

3. Firmung
Bedeutung: Der Heilige Geist stärkt dich, damit du mutig und treu glaubst.
Was passiert: Ein Bischof oder Priester legt dir die Hände auf und salbt dich.
Warum wichtig: Du bist bestens gerüstet, Gottes Liebe zu teilen.

4. Beichte
Bedeutung: Du sagst Gott ehrlich, wo du Fehler gemacht hast.
Was passiert: Du bekommst Gottes Verzeihung durch den Priester.
Warum wichtig: Du hast wieder Frieden mit Gott und mit anderen.

5. Krankensalbung

Bedeutung: Gott schenkt Trost, Kraft und Heilung in schweren Zeiten.
Was passiert: Gebete, Öl + Gottes Nähe spüren.
Warum wichtig: Mut und Trost, besonders wenn ich krank bin oder alt werde.

6. Ehe

Bedeutung: Zwei Menschen versprechen sich Liebe, Treue und Hilfe füreinander.
Was passiert: Der Priester segnet die zwei Menschen; sie geben sich Treue.
Warum wichtig: Eine besondere Lebensgemeinschaft mit Gottes Segen.

7. Priesterweihe

Bedeutung: Männer oder in einigen Traditionen auch Frauen geben ihr Leben ganz für Gott und die Menschen.
Was passiert: Ein feierlicher Segen, mit dem die Person ihren Dienst empfängt.
Warum wichtig: Sie helfen der Gemeinschaft als Priester, Diakon oder Bischof.

kommt her, ihr

1. Kommt her, ihr Kreaturen all,
komm, was erschaffen ist,
kommt her und sehet allzumal,
wer hier zugegen ist!
Es ist das heilge Sakrament,
ihn sollt ihr loben ohne End!
Lobsinget ohne End dem heilgen Sakrament.

2. Stimmt an, stimmt an, ihr Serafim,
die ihr von Liebe brennt,
ihr Throne, Fürsten, Kerubim,
singt, was ihr singen könnt!
Herrschaften, Mächte, Kräfte all,
Erzengel, Engel ohne Zahl:
Lobsinget ohne End dem heilgen Sakrament!

3. O Sonne, Mond und all ihr Stern
am hohen Firmament,
preist unsern, preiset euren Herrn
im höchsten Sakrament!
All Berg und Tal, all Bäum und Frücht,
all Laub und Gras, o schweiget nicht:
Lobsinget ohne End dem heilgen Sakrament!

4. Gott, dir sei Lob im höchsten Thron,
der du uns Vater bist,
und deinem eingebornen Sohn,
der unsre Speise ist;
dem Tröster auch der Christenheit
sei gleiche Ehr in Ewigkeit:
Lobsinget ohne End dem heilgen Sakrament!

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 30. Januar 2026

Evangelium Markus 4, 26–34


In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät;
dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag,
der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie.
Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm,
dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre.
Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da.
Er sagte: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen,
mit welchem Gleichnis sollen wir es beschreiben?
Es gleicht einem Senfkorn. Dieses ist das kleinste von allen Samenkörnern,
die man in die Erde sät. Ist es aber gesät, dann geht es auf
und wird größer als alle anderen Gewächse und treibt große Zweige,
sodass in seinem Schatten die Vögel des Himmels nisten können.
Durch viele solche Gleichnisse verkündete er ihnen das Wort, so wie sie es aufnehmen konnten.
Er redete nur in Gleichnissen zu ihnen; seinen Jüngern aber erklärte er alles, wenn er mit ihnen allein war.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Jesus verkündet „das Wort“ in Gleichnissen (V. 33). Das entspricht der Wahrheit, die er zu verkünden hat, und der Fassungskraft der Menschen, zu denen er spricht. Die Jünger verstanden davon nicht viel mehr als die große Masse des Volkes, und Jesus musste sie eigens unterrichten. Der heutige Mensch, der vielleicht weder eine wachsende Saat noch ein Senfkorn, noch einen Sauerteig gesehen hat, muss sich zudem erst einmal das Bild klarmachen, um dann vom Bild zur gemeinten Sache zu kommen. Aber die Sache steht nicht neben oder hinter dem Bild. Wir müssen uns in das Gleichnis selbst hineinbegeben, um „das Geheimnis des Gottesreiches“ zu verstehen und zu erfahren. Im Gleichnis von der wachsenden Saat ist der Blick auf die kommende Ernte gerichtet. So sicher wie nach der Saat die Ernte kommt, wird die Herrschaft Gottes anbrechen, „von selbst“: Sie kann nicht erzwungen, auch nicht beschleunigt werden. Ähnlichen Sinn hat das Gleichnis vom Senfkorn (V. 30–32). Der Akzent liegt hier stärker auf der unwahrscheinlichen Kraft, mit der sich Gottes Herrschaft in der Welt verwirklicht, trotz armseliger Anfänge und unzureichender Mittel.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)