Abendgebet
Sende uns Engel, dass sie uns behüten,
dass sie uns beistehn auf unseren Wegen.
Ein starker Engel sei an deiner Seite
wenn du bedroht wirst, stehe er dir bei.
In Gottes Kraft, so mög´ er für uns streiten,
von bösen Mächten mache er uns frei.
Ein leiser Engel soll den Blick dir weiten
das Ohr dir auftun und ans Herz dich rühr´n.
Er kommt als Bote, sanft will er uns leiten,
dass wir die Weisung Gottes in uns spür´n.
Ein guter Engel möge dich begleiten,
in Gottes Namen und von ihm gesandt.
so wird er über uns die Flügel breiten,
wenn wir ihn bitten, nimmt er unsre Hand.
Ein lichter Engel soll die Dunkelheiten,
die dich bedrängen, wandeln in das Licht.
Er mach´ uns heil und führ´ uns durch die Zeiten,
bis wir dann schauen Gottes Angesicht.
Sende uns Engel, dass sie uns behüten,
dass sie uns beistehn auf unseren Wegen.
(Lothar Zenetti)
"Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist mit uns am Abend und am Morgen,
und ganz gewiss an jedem neuen Tag."
(Dietrich Bonhoeffer)
Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.
Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.
Gute Nacht, Aloys
Trauernde und Kümmerer
…. wann, wo, wie unser Lebensweg hier auf der Erde zu Ende geht bleibt ein Geheimnis. Vorhin habe ich als Notfallseelsorger mit der Polizei eine Todesnachricht einer Familie überbracht. Ich möchte bitten und beten für alle Trauernden und für so viele wertvolle, kompetente und liebevolle „Kümmerer“. Gruß, Aloys
Wir trauern, dass sie von uns ging.
Wir freuen uns, dass wir sie haben durften.
Wir danken Gott, dass sie uns weiterhin nahe ist.
(hl. Hieronymus beim Tode seiner Mutter)
"Das letzte Wort hat der liebe Gott."
(Norbert Blüm)
Du bist nicht mehr da, wo Du warst.
Aber Du bist überall da, wo wir sind.
Segen der Trauernden
Gesegnet seien alle, die mir jetzt nicht ausweichen.
Dankbar bin ich für jeden, der mir einmal zulächelt
und mir seine Hand reicht, wenn ich mich verlassen fühle.
Gesegnet seien die, die mich immer noch besuchen,
obwohl sie Angst haben, etwas Falsches zu sagen.
Gesegnet seien alle, die mir erlauben, von dem Verstorbenen zu sprechen.
Ich möchte meine Erinnerungen nicht totschweigen.
Ich suche Menschen, denen ich mitteilen kann, was mich bewegt.
Gesegnet seien alle, die mir zuhören,
auch wenn das, was ich zu sagen habe, sehr schwer zu ertragen ist.
Gesegnet seien alle, die mich nicht ändern wollen,
sondern geduldig so annehmen, wie ich jetzt bin.
Gesegnet seien alle, die mich trösten und mir zusichern,
dass Gott mich nicht verlassen hat ....
„Warum habt ihr soviel Angst,
warum habt ihr nicht Glauben?“,
fragt Jesus.
Der Glaube nimmt die Angst an,
er verdrängt sie nicht,
gibt sie zu,
aber er lässt sie nicht so, wie sie ist.
Er bearbeitet sie.
(nach Dorothee Sölle)
Trinkgeld zu schenken
… eine schöne Geschichte:
Eine alte Dame setzt sich in ein Café. Die Kellnerin bringt ihr die Menü-Karte und fragt nach, was sie denn bestellen möchte. Die alte Dame fragt „Wie teuer ist bei ihnen ein Stück von der Torte“? Die Kellnerin antwortet „3 Euro“ Die gebrechliche alte Dame holt einige Münzen aus ihrer Tasche und beginnt langsam zu zählen. Dann fragt sie wieder „Und wie teuer ist bei ihnen ein einfaches Stück Kuchen?“ Die Kellnerin war etwas gestresst, da sie ja noch viele Tische bedienen musste und antwortete sehr ungeduldig: „2 Euro“. „Das ist gut, dann nehme ich gerne den einfachen Kuchen", antwortete die alte Dame. Die Kellnerin brachte ihr genervt den Kuchen und legte gleich die Rechnung hin. „Immer diese geizigen Leute“, murmelte sie leise vor sich hin. Die alte Dame aß ganz langsam und genussvoll den Kuchen, stand langsam auf, legte das Geld auf den Tisch und ging. Als die Kellnerin nun den Tisch aufräumen wollte, stellte sie fest, dass die alte zerbrechliche Dame ihr 1 Euro Trinkgeld hingelegt hat. Sie bekam vor Rührung Tränen in die Augen. Aber es war zu spät um sich bei der alten Dame zu entschuldigen. Sie begriff schmerzhaft und sich schrecklich mies fühlend, dass die alte Dame sich mit einem einfachen Stück Kuchen begnügte, um der Kellnerin Trinkgeld zu schenken!
„Schmunzeliges“
Der englische Austausch-Schüler: "Ist prügeln und schlagen eigentlich dasselbe?" - "Ja, sicher!" - "Und warum lachen immer alle, wenn ich sage, es hat zwölf geprügelt?"
Also lautet ein Beschluss:
Dass der Mensch was lernen muss.
(Wilhelm Busch)
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar,
so will ich diese Tage mit euch leben,
und mit euch gehen in ein neues Jahr.
Jeder hat im Leben Dinge
die er von sich abschütteln und vergessen muss,
und je eher man das tut, um so gescheiter ist es.
(Fanny Lewald)

