wahre Lebensweisheit

Die wahre Lebensweisheit besteht darin,
im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen.

(Pearl S. Buck)

Wir sollten das Leben so einrichten,
dass jeder Moment bedeutungsvoll ist.

(Ivan Turgenjew)

Wir sehen viel, doch sehen wir erst eigentlich,
wenn wir die wirren Lichter alle ausgeblasen haben
– und nur das eine klare große in der Seele leuchtet.
(Meister Ekkehart)

„Gerechtigkeit bedeutet, jedem das Seine zu geben.“

(Ulpian)

Gott gebe mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Die meisten Probleme lösen sich von selbst
– man darf sie nur nicht dabei stören!

(Mark W. Bonner)

„Schmunzeliges“
Fragt der Religionslehrer: „Von wem können wir sagen, dass er allein alles sieht, hört und weiß?“ Meldet sich Katharina: „Von unserem Nachbarn!“

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 19. Juni 2026

Evangelium Matthäus 6, 19–23

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde,
wo Motte und Wurm sie zerstören und wo Diebe einbrechen und sie stehlen,
sondern sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Wurm sie zerstören
und keine Diebe einbrechen und sie stehlen!
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Die Leuchte des Leibes ist das Auge.
Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Leib hell sein.
Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Leib finster sein.
Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium

Im Wort vom Schätzesammeln und einer Reihe weiterer Jesusworte (6, 19 – 7, 12) wird das Thema von der wahren „Gerechtigkeit“ auseinandergefaltet, die eine Umwertung aller Werte und das Ende aller Selbsttäuschung bedeutet. Da steht zuerst das Wort vom Schätzesammeln (V. 19–21). Ein „Schatz“ ist nicht nur ein Besitz, über den man verfügt; es ist ein kostbares Gut, von dessen Besitz geradezu das Glück und der Sinn eines Lebens abhängt. Für den „Schatz“ ist nicht der Verstand, sondern das „Herz“ zuständig (V. 21). Aber gibt es einen Schatz, der uns bleibt, endgültig? „Im Himmel“, sagt Jesus: in der Gemeinschaft mit Gott, die den ganzen Menschen beansprucht und ausfüllt. – Zwischen das Wort vom Schätzesammeln und das vom ungeteilten Gottesdienst (6, 24) hat Matthäus das Wort vom leuchtenden Auge eingefügt (6, 22–23). Von Licht und Finsternis ist hier die Rede. Durch das Auge lebt der Mensch im Licht – wenn das Auge gesund ist. Nicht ausdrücklich gesagt, aber offenbar gemeint ist, dass der Mensch ein gesundes Auge, d. h. ein ganzes und aufrichtiges Herz, haben muss, wenn er das Licht fassen will, in das Gott ihn stellt, oder: das Gott in ihm aufgehen lassen will. Auch für Jünger besteht die Gefahr, dass das Herz träge und zwiespältig wird. Dann ist das Auge krank, und bald wird es nicht mehr leuchten.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)