Wenn du zwei Groschen hast, kaufe dir für einen Groschen Brot,
für den anderen aber Blumen für deine Seele.
(aus Japan)
Jeden Tag
So viele Augenblicke.
So viele Begegnungen.
So viele Möglichkeiten.
So viele kleine Wunder.
So viele Entdeckungen.
So viel Glück am Wegesrand.
So viel Fülle.
So viel Leben.
Jeden Tag.
Es ist kein anderer Weg zu Gott
denn durch den Alltag unseres Tuns.
(Matthias Claudius)
Ein Fischer an der Atlantikküste im Nordosten Brasiliens stellt beim Schriftgespräch die Frage: »Warum berief Jesus Fischer wie Petrus zu seinen Aposteln?« Darauf antwortet ein anderer Fischer: »Wer sich zu Lande bewegt, baut Straßen aus Beton und Asphalt. Und er wird immer wieder diesen Weg benutzen. Ein Fischer aber sucht die Fische dort, wo sie sind. Deshalb sucht er jeden Tag einen neuen Weg, um die Fische ausfindig zu machen. Es kann sein, dass der Weg von gestern nicht zu den Fischen von heute führt.«
„Schmunzeliges“
Laura ist in den Ferien bei den Großeltern auf dem Land und hört zum ersten Mal in ihrem Leben ein Schwein grunzen. Erstaunt stellt sie fest: „Oma, das Schwein spricht genau so wie Vati, wenn er schläft!“
Tagesevangelium
Tagesevangelium vom 24. Juni 2026
Evangelium Lukas 1, 57–66.80
Für Elisabet erfüllte sich die Zeit, dass sie gebären sollte, und sie brachte einen Sohn zur Welt.
Ihre Nachbarn und Verwandten hörten, welch großes Erbarmen der Herr ihr erwiesen hatte,
und freuten sich mit ihr. Und es geschah:
Am achten Tag kamen sie zur Beschneidung des Kindes
und sie wollten ihm den Namen seines Vaters Zacharías geben.
Seine Mutter aber widersprach und sagte: Nein, sondern er soll Johannes heißen.
Sie antworteten ihr: Es gibt doch niemanden in deiner Verwandtschaft, der so heißt.
Da fragten sie seinen Vater durch Zeichen, welchen Namen das Kind haben solle.
Er verlangte ein Schreibtäfelchen und schrieb darauf: Johannes ist sein Name. Und alle staunten.
Im gleichen Augenblick konnte er Mund und Zunge wieder gebrauchen und er redete und pries Gott.
Und alle ihre Nachbarn gerieten in Furcht und man sprach von all diesen Dingen im ganzen Bergland von Judäa.
Alle, die davon hörten, nahmen es sich zu Herzen und sagten: Was wird wohl aus diesem Kind werden?
Denn die Hand des Herrn war mit ihm. Das Kind wuchs heran und wurde stark im Geist.
Und es lebte in der Wüste bis zu dem Tag, an dem es seinen Auftrag für Israel erhielt.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Erzählung von der Geburt und der Beschneidung des Vorläufers gipfelt in der Namensgebung (vgl. Lk 1, 13). „Gott ist gnädig“ bedeutet dieser Name, oder genauer: „Gott hat sich als gnädig erwiesen“. Die Eltern und Verwandten des Johannes betrachten seine Geburt als Geschenk der Gnade Gottes. Sie wissen noch nicht, was Gott mit diesem Kind vorhat; aber sie spüren, dass etwas Großes in Gang gekommen ist.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
24. Juni Johannes der Täufer
24. Juni
Heute wird besonders der heilige Johannes der Täufer verehrt.
Du wirst Prophet des Höchsten heißen;
denn du wirst dem Herrn vorausgehen und ihm den Weg bereiten.
(Lukas 1,76)
Johannes der Täufer war eine bedeutende religiöse Gestalt des frühen 1. Jahrhunderts und wird sowohl im Christentum als auch im Islam verehrt. Als historische Person predigte er in der Region des Jordans Buße, Umkehr und die Vorbereitung auf das kommende Reich Gottes. Seinen Beinamen „der Täufer“ erhielt er, weil er Menschen im Jordan taufte – als Zeichen der Reinigung und der Umkehr zu Gott. Nach den Evangelien war Johannes ein Verwandter von Jesus von Nazareth. Er kündigte das Kommen eines Größeren an und taufte schließlich Jesus selbst im Jordan. Die Taufe Jesu gilt als ein wichtiger Beginn seines öffentlichen Wirkens. Johannes lebte asketisch in der Wüste und trug nach biblischer Überlieferung ein Gewand aus Kamelhaar. Er kritisierte offen die Herrschenden seiner Zeit. Deshalb wurde er von Herodes Antipas gefangen genommen. Schließlich wurde er auf dessen Befehl hingerichtet. Im Christentum gilt Johannes als letzter großer Prophet vor Jesus und als Wegbereiter des Messias.
Allmächtiger Gott, führe deine Kirche auf dem Weg des Heiles
und gib uns die Gnade, den Weisungen Johannes’ des Täufers zu folgen,
damit wir zu dem gelangen, den er vorausverkündet hat,
zu unserem Herrn Jesus Christus, deinem Sohn.
Die „barmherzige Liebe unseres Gottes“ leuchtet uns jeden Morgen neu.
Kinder dieses Lichts zu sein und Boten der barmherzigen Liebe,
das ist die Sendung und die Freude derer, die Gott in seine Nähe gerufen hat.

