Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 19. Oktober 2026

Evangelium Lukas 12, 13–21


In jener Zeit bat einer aus der Volksmenge Jesus:
Meister, sag meinem Bruder, er soll das Erbe mit mir teilen!
Er erwiderte ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler bei euch eingesetzt?
Dann sagte er zu den Leuten: Gebt Acht, hütet euch vor jeder Art von Habgier!
Denn das Leben eines Menschen besteht nicht darin,
dass einer im Überfluss seines Besitzes lebt.
Und er erzählte ihnen folgendes Gleichnis:
Auf den Feldern eines reichen Mannes stand eine gute Ernte.
Da überlegte er bei sich selbst: Was soll ich tun?
Ich habe keinen Platz, wo ich meine Ernte unterbringen könnte.
Schließlich sagte er: So will ich es machen: Ich werde meine Scheunen abreißen
und größere bauen; dort werde ich mein ganzes Getreide und meine Vorräte unterbringen.
Dann werde ich zu meiner Seele sagen: Seele, nun hast du einen großen Vorrat, der für viele Jahre reicht.
Ruh dich aus, iss und trink und freue dich! Da sprach Gott zu ihm: Du Narr!
Noch in dieser Nacht wird man dein Leben von dir zurückfordern.
Wem wird dann das gehören, was du angehäuft hast?
So geht es einem, der nur für sich selbst Schätze sammelt, aber bei Gott nicht reich ist.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
In dem Abschnitt 12, 13–34 hat Lukas Jesusworte zusammengestellt, die zur Frage Reichtum – Armut Stellung nehmen. Das Leben eines Menschen hängt nicht von seinem Vermögen ab (vgl. V. 15): Den Satz muss sich der Jünger Jesu merken. Nur für die Armen ist die Botschaft Jesu eine „frohe Botschaft“. „Wo euer Schatz ist; da ist auch euer Herz“, heißt es am Ende des ganzen Abschnitts (12, 34). Erbschaft, Ernte, Erfolg auf der ganzen Linie: alles gut, aber der Mensch gerät in die Gefahr, hart zu werden gegen die Mitmenschen und stumpf gegenüber dem Anspruch Gottes. Dann wird er zum „Narren“ (V. 20), zum „Toren“ nach anderer Übersetzung. Dieser Narr oder Tor ist ein praktischer Atheist, er sagt bei sich: Es gibt keinen Gott (Ps 14, 1). Wenn der Mensch aus einem Besitzenden zu einem von seinem Vermögen Besessenen wird, dann ist er nicht mehr fähig, die Wirklichkeit Gottes zu begreifen, und verfehlt den Sinn seines Lebens.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


Morgengebet

Morgengebet – Freude

Guter Gott,
Freude kommt nicht immer von allein.
Manchmal muss ich mich bewusst dafür entscheiden.
Ich kann sie nicht erzwingen,
aber ich kann offen sein für das Gute.
Hilf mir heute, genauer hinzuschauen,
die kleinen Dinge wertzuschätzen
und die schönen Momente nicht zu übersehen.
Ein Lächeln, ein gutes Gespräch
oder Zeit mit Menschen, die mir guttun –
oft sind es die kleinen Dinge,
die meinen Tag besonders machen.
Öffne meine Augen für das Schöne,
mein Herz für die Menschen um mich herum
und meine Gedanken für das Gute.
Lass mich heute die Freude entdecken,
die dieser Tag für mich bereithält.
Amen.

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.


Herr wir bitten komm und segne uns lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft.

Gute Zeit, Aloys