Trier ist sehr schön!
Dankbare Menschen entdecken überall Geschenke.
(Thomas Romanus)
Die Glücksbohnen
Es war einmal ein Bauer, der steckte jeden Morgen eine Handvoll Bohnen in seine linke Hosentasche. Immer, wenn er während des Tages etwas Schönes erlebt hatte, wenn ihm etwas Freude bereitet oder er einen Glücksmoment empfunden hatte, nahm er eine Bohne aus der linken Hosentasche und gab sie in die rechte. Am Anfang kam das nicht so oft vor. Aber von Tag zu Tag wurden es mehr Bohnen, die von der linken in die rechte Hosentasche wanderten. Der Duft der frischen Morgenluft, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, das Lachen seiner Kinder, das nette Gespräch mit einem Nachbarn – immer wanderte eine Bohne von der linken in die rechte Tasche. Bevor er am Abend zu Bett ging, zählte er die Bohnen in seiner rechten Hosentasche. Und bei jeder Bohne konnte er sich an das positive Erlebnis erinnern. Zufrieden und glücklich schlief er ein – auch wenn er nur eine Bohne in seiner rechten Hosentasche hatte.
„Schmunzeliges“
Patient fragt den Arzt: "Herr Doktor, sind Bratheringe gesund?" der Arzt antwortet: "Ich glaube ja, bei mir waren noch keiner zur Behandlung!"
Der Mittelpunkt
Die ein gutes Leben wollen führen,
sollen tun wie einer, der einen Kreis zieht.
Hat er den Mittelpunkt gut angesetzt
so wird die Kreislinie gut.
(Meister Eckhart)
Schenken, um Freude zu machen, ist immer etwas Gutes,
ist etwas, was den Geber ehrt. Es ist ein Zeichen der Liebe.
(Konrad Adenauer)
„Schmunzeliges“
Laufen zwei Betrunkene auf der Straße. Sagt der eine zum anderen: „Lass mich auch mal in die Mitte gehen!“
Bitten
Wir sind immer eingeladen vertrauensvoll zu bitten.
„Bittet und es wird euch gegeben“, sagt Jesus (Mt 7,7)
Das Reich Gottes ist nahe, wo Menschen Christus in ihr Leben lassen. Ihn bitten wir:
1. Gib uns allen Zuversicht, Vertrauen und Wertschätzung
Guter Gott, wir bitten dich.
2. Berufe und sende Menschen in die Welt, die sich als Ärztinnen und Ärzte oder Pflegepersonal anderen heilend zuwenden.
Guter Gott, wir bitten dich.
3. Gib uns allen Menschen Frieden, Gerechtigkeit und Einheit.
Guter Gott, wir bitten dich.
4. Berufe und sende Menschen in die Welt, die als Geistliche und Seelsorgerinnen in Wort und Tat deine Nähe spürbar werden lassen.
Guter Gott, wir bitten dich.
5. Gib uns allen Freude, Offenheit und Herzlichkeit.
Guter Gott, wir bitten dich.
6. Berufe und sende Menschen in die Welt, die als Künstlerinnen und Künstler dazu beitragen, deine Botschaft anschaulich zu machen.
Guter Gott, wir bitten dich.
7. Gib uns allen Bereitschaft und ein Engagement fürs Gute
Guter Gott, wir bitten dich.
8. Berufe und sende Menschen in die Welt, die dem Frieden dienen und der Versöhnung den Boden bereiten.
Guter Gott, wir bitten dich.
9. Gib allen Menschen Trost und Kraft in der Trauer
Guter Gott, wir bitten dich.
10. Gib uns allen ein gutes Miteinander und wertvolle Gemeinschaft
Guter Gott, wir bitten dich.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen
Beten wir wie Jesus:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist,
wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit. Amen
Herr wir bitten komm und segne uns,
lege auf uns deinen Frieden.
Segnend halte Hände über uns.
Rühr uns an mit deiner Kraft.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
Gebet eines Kranken Psalm 41
Der Psalm 41
Der Psalm 41 ist ein kurzer, aber eindringlicher Psalm aus dem Psalter. Er gehört zu den sogenannten “Klagpsalmen” und drückt Vertrauen trotz Krankheit, Verrat und Feindesdruck aus. Der Psalmist bittet um Gottes Barmen und Beistand in Zeiten der Krankheit und Bedrängnis. Er hebt hervor, dass Gottes Gnade dem Wohlwollen begegnet, der dem Armen hilft. Es wird der Verrat eines Freundes beklagt; der Freund, dem man vertraute, wendet sich gegen den Psalmisten. Trotz der Angriffe bleibt das Vertrauen auf Gottes Fürsorge bestehen. Gott rettet und stärkt den Gerechten. Der Psalm endet mit einem Segenswunsch. Gott möge dem Gerechten Frieden und Heil schenken.
41,1 Das Gebet eines Kranken und Verfolgten
[Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.]
2 Wohl dem, der sich des Schwachen annimmt; /
zur Zeit des Unheils wird der Herr ihn retten.
3 Ihn wird der Herr behüten /
und am Leben erhalten. Man preist ihn glücklich im Land. /
Gib ihn nicht seinen gierigen Feinden preis!
4 Auf dem Krankenbett wird der Herr ihn stärken; /
seine Krankheit verwandelst du in Kraft.
5 Ich sagte: Herr, sei mir gnädig, /
heile mich; denn ich habe gegen dich gesündigt.
6 Meine Feinde reden böse über mich: /
«Wann stirbt er endlich und wann vergeht sein Name?»
7 Besucht mich jemand, /
so kommen seine Worte aus falschem Herzen. Er häuft in sich Bosheit an, /
dann geht er hinaus und redet.
8 Im Hass gegen mich sind sich alle einig; /
sie tuscheln über mich und sinnen auf Unheil:
9 «Verderben hat sich über ihn ergossen; /
wer einmal daliegt, steht nicht mehr auf.»
10 Auch mein Freund, dem ich vertraute, /
der mein Brot aß, hat gegen mich geprahlt.
11 Du aber, Herr, sei mir gnädig; /
richte mich auf, damit ich ihnen vergelten kann.
12 Daran erkenne ich, dass du an mir Gefallen hast: /
wenn mein Feind nicht über mich triumphieren darf.
13 Weil ich aufrichtig bin, hältst du mich fest /
und stellst mich vor dein Antlitz für immer.
14 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, /
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen, ja amen.
Es gibt Menschen, die haben noch nie gebetet und wollen es lernen.
Es gibt auch Gläubige, die vergessen haben,
wie das funktioniert, und die sich erinnern wollen.
Die Psalmen des Alten Testaments können eine Schule des Betens sein.
Es geht um eine Hinwendung zu Gott - in Form von Klagen, Bitten, Dank und Lobpreis.
Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.

