Tagesevangelium

….. Evangelium vom 09. Mai 2025

Evangelium Johannes 6, 52–59


In jener Zeit stritten sich die Juden und sagten: Wie kann er uns sein Fleisch zu essen geben?
Jesus sagte zu ihnen: Amen, amen, ich sage euch:
Wenn ihr das Fleisch des Menschensohnes nicht esst
und sein Blut nicht trinkt, habt ihr das Leben nicht in euch.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, hat das ewige Leben
und ich werde ihn auferwecken am Jüngsten Tag.
Denn mein Fleisch ist wahrhaft eine Speise und mein Blut ist wahrhaft ein Trank.
Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich bleibe in ihm.
Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und wie ich durch den Vater lebe,
so wird jeder, der mich isst, durch mich leben.
58Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist.
Es ist nicht wie das Brot, das die Väter gegessen haben, sie sind gestorben.
Wer aber dieses Brot isst, wird leben in Ewigkeit.
Diese Worte sprach Jesus, als er in der Synagoge von Kafárnaum lehrte.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
In diesem Abschnitt erreicht die eucharistische Rede Jesu ihren entscheidenden Höhepunkt. Jesus verlangt nicht nur Glauben an seine Person, sondern wirkliches Essen des Brotes, das er selbst ist. Er sagt es noch härter: Man soll sein Fleisch essen und sein Blut trinken. Wie soll man das verstehen? „Der Geist ist es, der lebendig macht“ (V. 63). Soll man es also rein geistig verstehen, etwa so wie das Mahl, zu dem die göttliche Weisheit einlädt (vgl. Spr 9, 1–6)? Die Zuhörer Jesu spüren, dass er mehr sagen will, deshalb ihre Erregung. Die ganze Tragweite des Gesagten werden die Jünger erst beim Letzten Abendmahl zu begreifen anfangen. Und nach dem Weggang Jesu werden sie zusammenkommen, um das Herrenmahl zu feiern, das Sakrament des Todes und der Auferstehung Jesu, „bis er wiederkommt“.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)

erstmals

Dem Leben entgegen
Gott, wir fangen an, wir gehen los und brechen auf.
Dazu segne uns.
Gott, wir bewegen uns und versuchen
unserem Leben einen Sinn zu geben.
Dazu segne uns.
Gott, wir brechen auf und lassen Altes zurück,
damit Neues wachsen und reifen kann.
Dazu segne uns.
Gott, wir gehen los mit neuen Gedanken,
mit Träumen und Visionen dem Leben entgegen.
Dazu segne uns.

„Schmunzeliges“
Im noblen Restaurant sagt der Gast zum Ober: „Herr Ober, was macht das Pfeffersteak?“ Der Ober zum Gast: „Durstig!“

Man sollte eigentlich im Leben niemals die gleiche Dummheit zweimal machen,
denn die Auswahl ist weiß Gott groß genug.

(George Bernard Shaw)

„Schmunzeliges“
Ein Ehemann trifft auf einen dieser Jahrmarktswagen, die einem beim Wiegen das Schicksal voraussagen, und wirft eine Münze ein. „Hör mal“, sagt er zu seiner Frau und zeigt ihr die kleine, weiße Karte. „Hier steht, dass ich energisch, intelligent, fantasievoll und überhaupt ein toller Mensch bin.“ „Ja“, nickt darauf seine Frau, „und dein Gewicht stimmt auch nicht.“

Die vielen Wünsche, die dich erreichen, zeigen dir vor allem eins:
Es gibt hier und dort Menschen, die dir tief verbunden sind
und die dir von Herzen wünschen, dass es dir gut geht.

(nach Sva Hansen)

Ein Segen wirst du sein
Ein Segen wirst du sein, wenn du empfänglich bist
für die kleinen Fingerzeige Gottes an jedem Tag.
Ein Segen wirst du sein, wenn du mutig bist,
um deine Überzeugung zu vertreten und für Schwächere einzustehen.
Ein Segen wirst du sein, wenn du ansprechbar bist
für den Kummer der Menschen in deiner Nähe.
Ein Segen wirst du sein, wenn du nachsichtig bist
bei den Fehlern deiner Mitmenschen und ihnen großzügig verzeihst.

„Schmunzeliges“
Frau Schulz steht vor Gericht. Der Richter fragt: „Ihr Alter?“ – Sie antwortet: „Der steht draußen vor der Tür!“


der Skorpion – der alte Mann

Der alte Mann und der Skorpion
In Indien lebte einmal ein alter Mann, dessen Gewohnheit es war, jeden Tag zu früher Stunde unter einem großen Baum am Ufer des Ganges zu meditieren. Eines Morgens, als der Mann seine Meditation beendet hatte und die Augen aufschlug, sah er einen Skorpion hilflos in der Strömung treiben. Als der Skorpion in die Nähe des Baumes gelangt war, verfing er sich in dem weit in den Strom reichenden Wurzelwerk. Der Skorpion kämpfte wie besessen, um sich zu befreien. Aber je heftiger er sich hin und her warf, desto aussichtsloser verstrickte er sich im Wurzelgewirr. Als der alte Mann die verzweifelten Befreiungsversuche des Tieres sah, legte er sich in seiner ganzen Länge auf eine in das Wasser reichende dicke Wurzel und griff mit ausgestreckter Hand nach dem zappelnden Skorpion, um ihn zu retten. Doch kaum hatte er ihn berührt, stach das Tier plötzlich zu. Instinktiv zog der alte Mann die Hand zurück. Aber nachdem er die Balance wieder gefunden hatte, streckte er noch einmal die Hand aus, um dem um sein Leben kämpfenden Skorpion zu helfen. Und wieder stach der Skorpion zu, sobald ihn der alte Mann zu fassen versuchte. So ging es fort, bis die Hände des alten Mannes durch die Stiche des giftigen Schwanzstachels anschwollen und bluteten. Mit schmerzverzerrtem Gesicht beobachtete er den immer noch im Wasser um sich schlagenden Skorpion. In diesem Moment kam ein Wanderer des Wegs, sah den auf der Baumwurzel ausgestreckt liegenden und mit dem Skorpion kämpfenden alten Mann und rief ihm erstaunt zu: „He, Alter! Was ist mit dir? Nur ein Dummkopf riskiert sein Leben für ein hässliches, nutzloses Geschöpf. Du weißt wohl nicht, dass es dich das Leben kosten kann, wenn du meinst, diese undankbare Kreatur retten zu müssen?“ Der alte Mann hob bedächtig den Kopf, blickte dem Fremden ruhig in die Augen und erwiderte: „Mein Freund, sollte ich wegen der Natur des Skorpions, zu stechen, meine eigene Natur, zu retten, aufgeben?“