aus der Kinderbibel:
Kurz darauf bereitete sich das Volk von Israel darauf vor, den Jordan zu überqueren und Jericho einzunehmen. Der Fluss war sehr tief. Die Priester gingen voran und trugen die Truhe mit Gottes Gesetzen. Als sie an das Wasser traten, bogen sich die Flussufer und stauten das Wasser. So konnten die Leute den Fluss leicht überqueren. Dann nahmen die Israeliten zwölf Steine aus der Mitte des Flussbettes. Sie schichteten sie am Flussufer aufeinander, als ein Zeichen für Gottes Hilfe auf ihrer Reise nach Kanaan. Dann floss der Fluss wieder. Die Israeliten schlugen ihr Lager vor den Stadtmauern von Jericho auf und feierten das Paschafest. Die Mauern um Jericho waren hoch und dick und die Stadttore gegen Eindringlinge verschlossen. Niemand konnte hinein oder hinaus. Dann sprach Gott zu Josua: „Sechs Tage lang sollt ihr jeden Tag um die Stadtmauer ziehen. Sieben Priester sollen euch anführen. Dahinter sollen die Männer gehen, die die Truhe mit den Gesetzten tragen. Die Priester sollen auf Trompeten aus Widderhörnern blasen. Alle anderen sollen schweigen.“ „Am siebten Tag sollt ihr sieben Mal um die Stadt ziehen. Wenn die Priester einen langen Ton auf ihren Trompeten blasen und alle anderen ein lautes Geschrei anheben, werden die Mauern einstürzen und Jericho gehört euch.
Wer nicht jeden Tag die Bibel und die Zeitung liest,
weiß weder über die Welt Bescheid
noch über das, was die Welt braucht.
(Johannes Rau)
Schutz des Höchsten
1. Wer unterm Schutz des Höchsten steht,
im Schatten des Allmächtgen geht,
wer auf die Hand des Vaters schaut,
sich seiner Obhut anvertraut,
der spricht zum Herrn voll Zuversicht:
Du meine Hoffnung und mein Licht,
mein Hort, mein lieber Herr und Gott,
dem ich will trauen in der Not.
2. Er weiß, dass Gottes Hand ihn hält,
wo immer ihn Gefahr umstellt;
kein Unheil, das im Finstern schleicht,
kein nächtlich Grauen ihn erreicht.
Denn seinen Engeln Gott befahl,
zu hüten seine Wege all,
dass nicht sein Fuß an einen Stein
anstoße und verletzt mög sein.
3. Denn dies hat Gott uns zugesagt:
Wer an mich glaubt, sei unverzagt,
weil jeder meinen Schutz erfährt;
und wer mich anruft, wird erhört.
Ich will mich zeigen als sei Gott,
ich bin ihm nah in jeder Not;
des Lebens Fülle ist sein Teil,
und schauen wird er einst mein Heil.“
Glück Unglück
Der Traum
Ein König hatte geträumt, dass er alle Zähne verloren hat. Gleich nach dem erwachen rief er einen Traumdeuter zu sich und fragte nach der Bedeutung des Traumes. „Ach, welch ein Unglück, Herr!“, rief dieser aus. „Jeder verlorene Zahn bedeutet den Verlust eines deiner Angehörigen.“ „Was, du frecher Kerl! schrie der König wütend, „wie kannst du es nur wagen, mir so etwas zu sagen? Fort mit dir!“ Und er gab den Befehl, den Mann mit 50 Stockschlägen zu bestrafen. Ein anderer Traumdeuter wurde gerufen und vor den König geführt. Als er den Traum erfahren hatte, rief er: „Welch ein Glück! Welch ein großes Glück! Unser Herr wird all die Seinen überleben!“ Da hellte sich die Miene des Königs auf und er sagte: „Ich danke dir, mein Freund. Gehe gleich zu meinem Schatzmeister und lasse dir 50 Goldstücke von ihm geben.“ Auf dem Weg dorthin sagte der Diener des Königs zu ihm: „Du hast den Traum des Königs doch nicht anders gedeutet als der erste Traumdeuter!“ Mit einem schlauen Lächeln erwiderte der kluge Mann: „Merke dir: Man kann vieles sagen, es kommt nur darauf an, wie man es sagt!“

