Glaube bedeutet

Was sagt Jesus in der Bibel zum Thema „Glaube“?

Glaube bedeutet Vertrauen.

Es ist wie ein sicherer Halt, wenn du dich auf jemanden verlässt, der dich liebt und immer für dich da ist. Jesus sagt, dass wir Gott vertrauen sollen – und auch auf ihn, Jesus, vertrauen dürfen, weil Gott gut ist.

Glaube ist Nähe zu Gott.
Es geht darum, sich nicht allein zu fühlen, sondern zu wissen, dass Gott uns kennt, uns hört und uns durch schwere Zeiten begleitet. Diese Nähe spüren macht Mut und gibt Frieden.

Glaube zeigt sich im Tun.

Guter Glaube ist nicht nur etwas, das man in den Kopf steckt, sondern es wird sichtbar durch Handeln: freundlich sein, helfen, ehrlich bleiben, teilen, sich um andere kümmern, sich für Gerechtes einsetzen. Jesus möchte, dass unser Glaube praktisch wird.

Glaube wächst durch Rituale und Gespräche.

Beten, Geschichten aus der Bibel hören, miteinander über Gott reden, in der Schule oder zu Hause über die Dinge nachdenken, die richtig oder falsch sind – all das hilft dem Glauben, größer zu werden. Es ist wie eine Pflanze, die regelmäßig Wasser braucht.

Glaube ist wie ein Samenkorn.
Zuerst ist er klein, fast unmerklich. Aber mit Gottes Hilfe kann daraus etwas Großes wachsen: Vertrauen wird stärker, Liebe breiter, und man versteht besser, wie man anderen Gutes tut.

Glaube hat eine Orientierung: das Reich Gottes.
Jesus ermutigt dazu, zuerst nach Gottes Reich und Gerechtigkeit zu suchen. Das bedeutet, dass wir danach streben, fair, friedlich, barmherzig und liebevoll zu handeln – nicht unbeliebte Tugenden, sondern Grundhaltung im Alltag.

Glaube ist Mut, auch wenn es schwer ist.
Manchmal fühlt sich Vertrauen unsicher an. Dann erinnert man sich daran: Gott liebt uns, Jesus ist bei uns, und wir können wissen, dass wir nicht allein sind. Das gibt Kraft, weiterzumachen.

Glaube und Reich Gottes gehören zusammen.
Es geht nicht nur um persönliche Privatsache, sondern auch darum, wie wir miteinander umgehen, wie wir helfen, wie wir Konflikte lösen und wie wir für die Schwachen da sind.

„Schmunzeliges“
Was macht der Ostfriese, wenn er zu viel heißes Wasser gekocht hat? Einfrieren natürlich. Heißes Wasser hat man nie genug.

ich ja auch selber bin

Samenkorn
Das Samenkorn in meiner Hand ist wie eine neue Möglichkeit für etwas, das ich kenne, aber nicht ganz und nicht in allen Facetten. Dieses Gefühl ist nicht an Jahreszeiten gebunden und nicht an den Garten. Jeder Tag ist am Morgen wie ein Samenkorn in meiner Hand. Die Pflanze ist manchmal schon bekannt: das was mich erwartet, was ich vorhabe, auf was ich mich freue und was ich befürchte. Es gibt Tage und Vorhaben, die gleichen eher einer praktischen Nutzpflanze, andere lassen uns auf Blumen hoffen oder es warten Wildkräuter auf uns. Ich möchte den Tag verheißungsvoll sehen. Ich möchte den Morgen in den Tag hinein loslassen, in den Tag hineingehen, vertrauensvoll losgehen, ohne ganz sicher zu sein, was wird. Ich möchte das Samenkorn riskieren, das ich ja auch selber bin.
(Claudia Nietsch-Ochs)