großer Gott wir loben

..... unterwegs sein
Zum Abschluss der gestrigen Prozession habe wir das schöne Lied gesungen:


1. Großer Gott, wir loben dich,
Herr wir preisen Deine Stärke,
vor dir neigt die Erde sich
und bewundert Werke.
Wie du warst vor aller Zeit,
so bleibst du in Ewigkeit.

2. Alles, was dich preisen kann,
Cherubim und Seraphinen
stimmen dir ein Loblied an;
alle Engel, die dir dienen,
rufen dir stets ohne Ruh
„Heilig, heilig, heilig“ zu.

10. Alle Tage wollen wir,
dich und deinen Namen preisen
und zu allen Zeiten dir
Ehre Lob und Dank erweisen.
Rett aus Sünde, rett aus Tod,
sei uns gnädig Herre Gott.

Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 20. Juni 2025

Evangelium Matthäus 6, 19–23


In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Sammelt euch nicht Schätze hier auf der Erde, wo Motte und Wurm sie zerstören
und wo Diebe einbrechen und sie stehlen, sondern sammelt euch Schätze im Himmel,
wo weder Motte noch Wurm sie zerstören und keine Diebe einbrechen und sie stehlen!
Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz.
Die Leuchte des Leibes ist das Auge.
Wenn dein Auge gesund ist, dann wird dein ganzer Leib hell sein.
Wenn aber dein Auge krank ist, dann wird dein ganzer Leib finster sein.
Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie groß muss dann die Finsternis sein!

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Im Wort vom Schätzesammeln und einer Reihe weiterer Jesusworte (6, 19 – 7, 12) wird das Thema von der wahren „Gerechtigkeit“ auseinandergefaltet, die eine Umwertung aller Werte und das Ende aller Selbsttäuschung bedeutet. Da steht zuerst das Wort vom Schätzesammeln (V. 19–21). Ein „Schatz“ ist nicht nur ein Besitz, über den man verfügt; es ist ein kostbares Gut, von dessen Besitz geradezu das Glück und der Sinn eines Lebens abhängt. Für den „Schatz“ ist nicht der Verstand, sondern das „Herz“ zuständig (V. 21). Aber gibt es einen Schatz, der uns bleibt, endgültig? „Im Himmel“, sagt Jesus: in der Gemeinschaft mit Gott, die den ganzen Menschen beansprucht und ausfüllt. – Zwischen das Wort vom Schätzesammeln und das vom ungeteilten Gottesdienst (6, 24) hat Matthäus das Wort vom leuchtenden Auge eingefügt (6, 22–23). Von Licht und Finsternis ist hier die Rede. Durch das Auge lebt der Mensch im Licht – wenn das Auge gesund ist. Nicht ausdrücklich gesagt, aber offenbar gemeint ist, dass der Mensch ein gesundes Auge, d. h. ein ganzes und aufrichtiges Herz, haben muss, wenn er das Licht fassen will, in das Gott ihn stellt, oder: das Gott in ihm aufgehen lassen will. Auch für Jünger besteht die Gefahr, dass das Herz träge und zwiespältig wird. Dann ist das Auge krank, und bald wird es nicht mehr leuchten.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)