Tagesevangelium vom 03. Oktober 2026
Evangelium Lukas 10, 17–24
In jener Zeit kehrten die Zweiundsiebzig zurück und sagten voller Freude:
Herr, sogar die Dämonen sind uns in deinem Namen untertan.
Da sagte er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz aus dem Himmel fallen.
Siehe, ich habe euch die Vollmacht gegeben, auf Schlangen und Skorpione zu treten
und über die ganze Macht des Feindes. Nichts wird euch schaden können.
Doch freut euch nicht darüber, dass euch die Geister gehorchen,
sondern freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind!
In dieser Stunde rief Jesus, vom Heiligen Geist erfüllt,
voll Freude aus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde,
weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen
und es den Unmündigen offenbart hast. Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden;
niemand erkennt, wer der Sohn ist, nur der Vater,
und niemand erkennt, wer der Vater ist, nur der Sohn
und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Jesus wandte sich an die Jünger und sagte zu ihnen allein:
Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht.
Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht,
und haben es nicht gesehen, und wollten hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das heutige Evangelium hat deutlich zwei Teile: 1. die Rückkehr der 70 Jünger (V. 17–20), 2. Jesu Dank an den Vater (V. 21–24). Jesus hatte den Jüngern keine großen Erfolge verheißen. Was die Jünger bei ihrer Rückkehr mit so viel Freude und geheimem Stolz berichten, sind in Wirklichkeit keine Missionserfolge. Sie haben Dämonen ausgetrieben, obwohl sie nach 10, 9 nur den Auftrag hatten, Kranke zu heilen; aber die Jünger verstehen auch die Dämonenaustreibung als Krankenheilung. Jesus selbst sieht hinter den sichtbaren Machterweisen das eigentliche Geschehen: die Niederlage des Bösen, das Aufbrechen der Gottesherrschaft. Dass die Jünger im Dienst Gottes stehen dürfen und wie Jesus selbst von Gott bestätigt werden, darüber sollen sie sich freuen. Jesus, der als wirklicher Mensch Augenblicke großer innerer Bewegung durchlebt hat, erbebt beim Gedanken an die anbrechende Gottesherrschaft und an die Rolle, die ihm und seinen Jüngern dabei zukommt. Sein Dank an den Vater weitet sich zu einem feierlichen Bekenntnis, das die Tiefen Gottes und den Plan seiner Liebe sichtbar macht.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
Der Psalm 62 – für Kinder erklärt
Der Psalm 62 – für Kinder erklärt
Du kannst Gott vertrauen, auch wenn du Angst hast oder Probleme hast, sagt der Psalm 62. Der Psalmist fühlt sich unsicher, aber er erinnert sich: Gott ist wie ein sicherer Fels und ein Schutz. Bei Gott kann man ruhig werden und neue Kraft bekommen. Wenn es schwierig wird, darf ich auf Gott vertrauen. Er ist bei mir und gibt mir Halt.
Der Psalm 62
1 Vertrauen auf Gottes Macht und Huld
[Für den Chormeister. Nach Jedutun. Ein Psalm Davids.]
2 Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe, /
von ihm kommt mir Hilfe.
3 Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; /
darum werde ich nicht wanken.
4 Wie lange rennt ihr an gegen einen Einzigen, /
stürmt alle heran wie gegen eine fallende Wand, /
wie gegen eine Mauer, die einstürzt?
5 Ja, sie planen, ihn von seiner Höhe zu stürzen; /
Lügen ist ihre Lust. Sie segnen mit ihrem Mund, /
doch in ihrem Herzen fluchen sie. [Sela]
6 Bei Gott allein kommt meine Seele zur Ruhe; /
denn von ihm kommt meine Hoffnung.
7 Nur er ist mein Fels, meine Hilfe, meine Burg; /
darum werde ich nicht wanken.
8 Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre; /
Gott ist mein schützender Fels, meine Zuflucht.
9 Vertrau ihm, Volk (Gottes), zu jeder Zeit! /
Schüttet euer Herz vor ihm aus! /
Denn Gott ist unsere Zuflucht. [Sela]
10 Nur ein Hauch sind die Menschen, /
die Leute nur Lug und Trug. Auf der Waage schnellen sie empor, /
leichter als ein Hauch sind sie alle.
11 Vertraut nicht auf Gewalt, /
verlasst euch nicht auf Raub! Wenn der Reichtum auch wächst, /
so verliert doch nicht euer Herz an ihn!
12 Eines hat Gott gesagt, /
zweierlei habe ich gehört: Bei Gott ist die Macht; /
13 Herr, bei dir ist die Huld. Denn du wirst jedem vergelten, /
wie es seine Taten verdienen.
Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.
den Weg finden willst
Wenn du den Weg finden willst,
den Gott dir im Leben zugedacht hat,
musst du im Stimmengewirr unserer Tage
die Stimme Gottes heraushören.
Es ist oft nicht die lauteste Stimme,
denn es ist die Stimme der Liebe;
und Liebe ist nicht laut und aufdringlich,
sondern leise, behutsam, einladend.
Gott kann durch alles und jeden sprechen:
im Gebet, durch ein Wort der Bibel,
das dich nicht mehr loslässt,
durch Menschen, Kritik,
Scheitern und Misserfolge,
durch innere Stimmungen und Talente.
Aber du brauchst ein waches Herz,
ein Herz, das hören kann.
(nach Michael Theuerl)
„Schmunzeliges“
Fragt der Lehrer den neuen Schüler: „Wie heißt du?“ „Benedikt Meier.“ – „Was ist dein Vater?“ – „Alles, was auf den Tisch kommt!“
Es gibt bereits alle guten Vorsätze,
wir brauchen sie nur anzuwenden.
(Blaise Pascal)
Wo man Engel sieht
Wenn sich ein Regenbogen über den Himmel spannt,
dann gehen die Engel darauf über das Land.
Wenn ein silberner Stern durch die Wolken schnuppt,
kann es sein, dass er sich als Engel entpuppt.
Wenn uns am Abend die Sonne rot brennend verlässt,
dann feiern die Engel über den Bergen ein Fest.
Und wenn’s leise flüstert: „Ich hab dich gern!“,
dann ist ein Engel gar nicht so fern.
(Andrea Schacht)
Ich bin dankbar – aber nicht,
weil es vorteilhaft ist, sondern weil es mir Freude macht.
(Seneca)
Ich bin dankbar – aber nicht,
weil es vorteilhaft ist,
sondern weil es mir Freude macht.
(Seneca)

