möchte ich lernen

Von Maria möchte ich lernen,
die Liebe und Zärtlichkeit Gottes
in mir wohnen zu lassen.

Von Josef möchte ich lernen,
meine eigenen Pläne fallen
und von den Plänen Gottes durchkreuzen zu lassen.

Von den Leuten in Bethlehem möchte ich lernen,
mich Gott zu öffnen, wenn er fremd und unerkannt
vor meiner Tür steht, bei mir anklopft und Herberge sucht.

Von den Hirten möchte ich lernen,
mich überzeugen zu lassen von der Einladung Gottes
in geflügelten und einfachen Worten.

Von den Engeln möchte ich lernen,
die Freudenbotschaft weiter zu tragen
und mit eigenen Worten zu sagen.

Von den Königen möchte ich lernen,
nach langem Wüstenweg durch den Staub dieser Erde
bei ihm anzukommen und allein
vor dem menschgewordenen Gott die Knie zu beugen
und ganz in seiner Liebe einzutauchen.
(Paul Weismantel)

„SCHMUNZELIGES“
„Ja, wie bist Du denn zu einem Bettler geworden, Fritz? – will ein Bekannter von ihm wissen. –„Ach das war so: Einmal streckte ich bei der Haltestelle meine Hand aus, um zu prüfen, ob es noch regnet, und da hat mir jemand ein Zwei-Euro-Stück reingelegt. Da habe ich dann einfach weitergemacht!“


die Hoffnung wuchs

Hoffnung
Die Häsin lag krank. Der Igel kam zu Besuch, brachte frische Kleeblätter mit und sagte: „ Kommt Zeit, kommt Rat.“ Die Eule sah herein und meinte „Gut Ding will Weile haben.“ Als die Feldmaus durchs Fenster guckte, fiepte sie: „Kopf hoch, Frau Nachbarin!“ Auch die alte Katze erkundigte sich kurz nach dem Befinden. „Es wird schon werden“, bemerkte sie schnurrend und meinte es ja auch ehrlich. Als dann noch ein Maulwurf durchs Fenster rief: „Keine Sorge! Ende gut, alles gut!“, empfand die Häsin nur noch Bitterkeit. In der Küche tobten die Jungen, nichts war fertig geworden. Dazu noch die Angst: Es sollte witzig klingen, als die Elster hoch vom Baum rief: „Kommen wir über den Hund, kommen wir über den Schwanz, Geduld, Geduld!“ „Können die sich gar nicht vorstellen, wie mir zu Mute ist?“ , dachte die Kranke. „Müssen die alle solch gut gemeinten Unsinn reden?“ Während sie noch enttäuscht darüber nachdachte, dass all der beiläufige Trost keiner war, kamen die Ameisen herein, grüßten kurz, stellten Feldblumen auf den Tisch, machten die Küche sauber, versorgten die jungen Hasen, waren bei alle dem sehr leise und verabschiedeten sich geräuschlos. Da kehrte Ruhe ein. Und die Hoffnung wuchs.

„SCHMUNZELIGES“
„Als ich Sie einstellte“, beschwert sich der Personalchef, „behaupteten Sie, Sie würden für fünf arbeiten. Ich habe aber bis heute noch nichts davon gemerkt!“ – „Ich bitte Sie, ich habe damals wie heute außer mir noch eine Frau und drei Kinder zu ernähren.“