Darstellung des Herrn

… heute am 02. Februar feiern wir das Fest „Darstellung des Herrn“

Maria und Josef bringen Jesus in den Tempel in Jerusalem, damit er gesegnet wird. Dort treffen sie zwei wichtige Personen: Simeon und die Prophetin Hanna. Simeon hatte lange auf den Messias gewartet, also darauf, dass Gott ihm das Baby zeigt, das Rettung bringen wird. Als er Jesus sieht, freut er sich sehr und sagt, dass er nun beruhigt sterben kann, weil er gesehen hat, dass Gottes Versprechen wahr ist. Er lobt Gott und spricht Segen für Jesus und seine Familie. Hanna ist eine alte Prophetin, die viel betet. Sie freut sich auch über Jesus und erzählt allen, die auf Gottes Rettung warten, von ihm.
Jesus ist das, worauf Gottes Leute gespannt haben. Er bringt Hoffnung, Rettung und Gottes Nähe zu den Menschen. Aber es wird auch klar, dass nicht alle sofort verstehen, wer Jesus ist – manche staunen, andere hoffen weiter. Das Ereignis zeigt, dass Jesus schon von klein auf wichtig ist und dass er Gottes Plan für die Welt erfüllt. Gleichzeitig erinnert es daran, dass Menschen unterschiedlich reagieren können.

Gott kennt dich, liebt dich
und hat einen Plan für dich.
Wir dürfen Jesus kennenlernen,
ihm Vertrauen schenken und hoffen,
dass er uns nahe ist.

Gott, du Quell und Ursprung allen Lichtes,
du hast dem greisen Simeon Christus geoffenbart
als das Licht zur Erleuchtung der Heiden.
Führe uns auf dem Weg des Glaubens und der Liebe
zu jenem Licht, das nie erlöschen wird.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.


Darstellung des Herrn
Das Fest am 40. Tag nach der Geburt des Herrn wurde in Jerusalem mindestens seit Anfang des 5. Jahrhunderts gefeiert; es wurde „mit gleicher Freude wie Ostern begangen“ (Bericht der Pilgerin Egeria). In Rom wurde es um 650 eingeführt. Der Festinhalt ist vom Evangelium her gegeben (Lk 2, 22–40). Im Osten wurde es als „Fest der Begegnung des Herrn“ verstanden: Der Messias kommt in seinen Tempel und begegnet dem Gottesvolk des Alten Bundes, vertreten durch Simeon und Hanna. Im Westen wurde es mehr ein Marienfest: „Reinigung Marias“ nach dem jüdischen Gesetz (Lev 12). Kerzenweihe und Lichterprozession kamen erst später hinzu. Seit der Liturgiereform von 1960 wurde „Mariä Lichtmess“ auch in der römischen Kirche wieder als Herrenfest gefeiert: Fest der „Darstellung des Herrn“.

leise und lautlos

In deiner Hand.
In einem Juwelierladen konnten zwei Freunde sich nicht satt an den Edelsteinen sehen. Sie staunten über die Vielfalt der Steine, über ihr Leuchten und Glitzern. Plötzlich aber stutzen sie. Vor ihnen lag ein gewöhnlicher Stein, matt und ohne Glanz. „Wie kommt denn der hierher?“ Diese Frage hörte der Juwelier und musste lächeln: „Nehmen Sie diesen Stein ein paar Augenblicke in die Hand.“ Als der Mann einige Augenblicke später die Hand öffnete, strahlte der vorher glanzlose Stein in herrlichen Farben. Wie ist das möglich? Der Fachmann wusste die Antwort: „Das ist ein Opal, ein so genannter sympathetischer Stein. Er braucht nur die Berührung mit einer warmen Hand, und schon zeigte er seine Farben und seinen Glanz. In der Wärme entzündet sich leise und lautlos sein Licht.“
(Nossrat Peseschkian)