Freundlichkeit gegen jedermann ist die erste Lebensregel,
die uns viel Kummer ersparen kann.
(Helmuth von Moltke)
Der Wal
Haben Sie schon einmal gesehen, wie ein acht Tonnen schwerer Wal fast sieben Meter aus dem Wasser springt und Kunststücke vorführt? Wie gelingt es den Trainern, ihm solche Leistungen beizubringen? Ein Manager würde vermutlich das Seil sofort in sieben Metern Höhe aufhängen, ein Ziel festlegen und erwarten, dass der Wal es erreicht. Doch der Wal springt nicht. Was machen die Trainer anders? Sie setzen auf positive Verstärkung statt auf Druck. Zunächst liegt das Seil unter Wasser. Jedes Mal, wenn der Wal darüber schwimmt, wird er mit Fischen und spielerischer Zuwendung belohnt. Bleibt er darunter, passiert nichts. Es gibt weder Strafe noch Kritik. Sobald der Wal zuverlässig über das Seil schwimmt, wird es schrittweise höher gehängt – so, dass er Erfolg haben kann. Die Trainer konzentrieren sich darauf, das gewünschte Verhalten zu fördern, statt unerwünschtes Verhalten zu bestrafen. Daraus lässt sich eine wichtige Lektion für Führungskräfte, Eltern, Erzieher und uns alle ableiten: Wir schenken Fehlern oft mehr Aufmerksamkeit als Erfolgen. Dabei laufen in Unternehmen und im Alltag die meisten Dinge gut. Trotzdem konzentrieren wir uns häufig auf das, was nicht funktioniert. Wer Menschen motivieren und fördern möchte, sollte Erfolge anerkennen, positives Verhalten bestärken und Herausforderungen schrittweise steigern. Denken Sie deshalb immer daran: Wie hoch soll ich das Seil jetzt hängen?
Dankbarkeit schenkt uns die Fähigkeit, zurückzublicken,
ohne nur zu bereuen, nach vorn zu schauen, ohne nur zu fordern,
und im Heute zu leben, ohne es zu übersehen.
Der beste Weg, sich selbst zu finden, ist, sich für andere einzusetzen.
(Mahatma Gandhi)
Das Leben ist bunt – manchmal muss man nur die Farben wechseln.