vor 160 Jahren

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Die Einsegnung der Mariensäule in Trier

Am 8. Oktober 1866 wurde die Trierer Mariensäule feierlich eingeweiht. Die Feier leitete Bischof Leopold Pelldram. Die Säule steht auf dem Pulsberg oberhalb des Stadtteils Trier-West/Pallien und ist bis heute eines der bekanntesten Wahrzeichen Triers. Die Einweihung war ein wichtiges religiöses Ereignis für Trier. In einer großen Prozession zogen viele Menschen aus der Innenstadt den Berg hinauf zur Mariensäule. Mit dabei waren der Bischof, weitere Geistliche, Mitglieder des Baukomitees, Vertreter des Stadtrats, Handwerker und zahlreiche katholische Menschen aus Trier und der Umgebung.
Doch die Feier fand in einer schwierigen Zeit statt. In Trier breitete sich eine Choleraepidemie aus, an der mehr als 400 Menschen starben. Damals lebten etwa 20.000 Menschen in der Stadt. Außerdem war der Krieg zwischen Preußen und Österreich erst wenige Monate vorbei. Auch die politischen Spannungen und die Unterschiede zwischen den christlichen Konfessionen spielten bei der Bedeutung der Mariensäule eine Rolle.
Heute ist die Mariensäule weit mehr als ein religiöses Denkmal. Sie gehört fest zum Stadtbild von Trier und ist ein beliebtes Ausflugsziel. Von oben hat man einen beeindruckenden Blick auf die Mosel und die Innenstadt. Ihre Bedeutung hat sich im Laufe der Zeit verändert: Früher wurde sie auch als Zeichen der Abgrenzung zwischen verschiedenen christlichen Konfessionen verstanden. Heute ist sie vor allem ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt und ein Ort, an dem Geschichte, Glaube und die Gegenwart aufeinandertreffen.

Gebet an der Mariensäule
Maria, Mutter Jesu,
begleite uns auf unseren Wegen.
Schenke uns Mut, wenn wir Angst haben,
Hoffnung, wenn es schwierig wird,
und Frieden, wo Streit herrscht.
Hilf uns, füreinander da zu sein
und die Welt ein Stück besser zu machen.
Amen.


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