…aus dem Gotteslob (vgl. Gotteslob 668,1+2)
Die Wort-Gottes-Feier
Jesus Christus ist das Wort Gottes, das Mensch geworden ist. Er ist gegenwärtig, wenn sich die Gemeinde versammelt, das Wort Gottes hört und in Gebet und Gesang Antwort gibt. So vollzieht sich in der Wort-Gottes-Feier ein Dialog zwischen Gott und den Menschen.
Die Wort-Gottes-Feier ist eine eigenständige Form, Gottes befreiende und heilende Zuwendung zum Menschen zu feiern. Sie gliedert sich in der Regel in vier Teile:
… Eröffnung
… Verkündigung des Wortes Gottes
… Antwort der Gemeinde
… Abschluss
Im Eröffnungsteil werden die Versammelten zu einer gottesdienstlichen Gemeinschaft verbunden. Die Verkündigung, bestehend aus einer oder mehreren Lesungen aus der Heiligen Schrift, lässt Gott in seinem Wort zur Sprache kommen. Durch Gesang, Schriftauslegung, Instrumentalmusik und Stille können die Lesungen vertieft und in den Hörenden stärker wirksam werden. Danach antwortet die Gemeinde im lobpreisenden, dankenden und bittenden Gebet. Der kurze Abschlussteil bildet die Brücke von der Feier zum Alltag. Das Zweite Vatikanische Konzil empfiehlt die Wort-Gottes-Feiern als eigenständige Gottesdienste. In ihnen kommt die Gemeinde zusammen, um die Gegenwart des auferstandenen Herrn in seinem Wort zu feiern und das Leben auf ihn auszurichten. So vertieft die Wort-Gottes-Feier wie die Tagzeitenliturgie, was in der Eucharistie, der Mitte und dem Höhepunkt des liturgischen Lebens, gefeiert wird. Wird die Leitung nicht durch einen Priester oder Diakon wahrgenommen, können beauftragte Laien die Wort-Gottes-Feier nach der folgenden Ordnung leiten. Nach Möglichkeit sollen weitere liturgische Dienste (z. B. Lektoren, Kantoren, Chor, Schola, Organisten, Ministranten) beteiligt sein. Nähere Bestimmungen zur Wort-Gottes-Feier haben die Bischofskonferenzen sowie einzelne Diözesen erlassen.