Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 25. September 2026

Evangelium Lukas 9, 18–22

In jener Zeit betete Jesus für sich allein und die Jünger waren bei ihm.
Da fragte er sie: Für wen halten mich die Leute?
Sie antworteten: Einige für Johannes den Täufer,
andere für Elíja; wieder andere sagen: Einer der alten Propheten ist auferstanden.
Da sagte er zu ihnen: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Petrus antwortete: Für den Christus Gottes.
Doch er befahl ihnen und wies sie an, es niemandem zu sagen.
Und er sagte: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten,
den Hohepriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden;
er muss getötet und am dritten Tage auferweckt werden.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Jesus trat nicht als der mächtige Befreier Israels auf, den man im Messias erhoffte. Deshalb wird er vom Volk nicht erkannt. Aber die Jünger, denen es gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches Gottes zu erkennen, für wen halten sie ihn? Bevor Jesus die Jünger danach fragt, betet er in der Einsamkeit (9, 18), wie er vor der Wahl der Zwölf gebetet hat. Es ist ein entscheidender Augenblick. Jesus fragt nicht, um etwas zu erfahren, sondern um etwas zu sagen. Petrus antwortet im Namen der Jünger, im Namen der Kirche, in unser aller Namen. Seine Antwort lautet nach Mk 8, 29: „Du bist der Messias“. Bei Lukas heißt es: der „Messias Gottes“; der, durch den Gott sein Volk rettet und heilt. Jesus lässt dieses Bekenntnis gelten, aber er korrigiert und ergänzt es. Er korrigiert es durch die Ansage seines Leidens (V. 22) und ergänzt es durch den Aufruf zur Leidensnachfolge.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


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