Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 07. September 2026

Evangelium Lukas 6, 6–11

An einem Sabbat ging Jesus in die Synagoge und lehrte.
Dort war ein Mann, dessen rechte Hand verdorrt war.
Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber gaben Acht,
ob er am Sabbat heilen werde; sie suchten nämlich einen Grund zur Anklage gegen ihn.
Er aber kannte ihre Gedanken und sagte zu dem Mann mit der verdorrten Hand:
Steh auf und stell dich in die Mitte! Der Mann stand auf und stellte sich hin.
Dann sagte Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es am Sabbat erlaubt,
Gutes zu tun oder Böses, ein Leben zu retten oder zugrunde zu richten?
Und er sah sie alle der Reihe nach an und sagte dann zu dem Mann: Streck deine Hand aus!
Er tat es und seine Hand wurde wiederhergestellt.
Sie aber in ihrem Unverstand berieten sich untereinander,
was sie gegen Jesus unternehmen könnten.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Eine seltsame Frage: „Was ist am Sabbat erlaubt, Gutes zu tun oder Böses?“ Noch seltsamer: Die offiziellen Vertreter der Religion (die Schriftgelehrten und Pharisäer, V. 7) wissen auf diese Frage keine Antwort. Jesus gibt die Antwort durch seine Tat, er heilt den Mann mit dem gelähmten Arm. Wir haben keinen Anlass, die Schriftgelehrten und Pharisäer zu verurteilen, weil sie menschliche Satzung über göttliches Recht stellten; wir tun oft genug dasselbe, nur geben wir es nicht zu. Jesus unterscheidet göttliche Gebote und menschliche Vorschriften. „Gutes zu tun oder Böses“ (V. 9): darin ist das ganze Gesetz enthalten. Die jüdischen Behörden spüren, dass dieser Mann ihnen gefährlich wird; nach Mt 12, 14 fassten sie den Beschluss Jesus umzubringen; Lukas dagegen sagt nur: Sie „berieten, was sie gegen Jesus unternehmen könnten“ (V. 11). Jesus wird eines gewaltsamen Todes sterben, aber nicht weil die Pharisäer es beschließen, sondern weil es so im Plan Gottes steht.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


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