Tagesevangelium vom 27. August 2026
Evangelium Lukas 7, 11–17
In jener Zeit kam Jesus in eine Stadt namens Naïn;
seine Jünger und eine große Volksmenge folgten ihm.
Als er in die Nähe des Stadttors kam, siehe, da trug man einen Toten heraus.
Es war der einzige Sohn seiner Mutter, einer Witwe.
Und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.
Als der Herr die Frau sah, hatte er Mitleid mit ihr und sagte zu ihr: Weine nicht!
Und er trat heran und berührte die Bahre.
Die Träger blieben stehen und er sagte: Jüngling, ich sage dir: Steh auf!
Da setzte sich der Tote auf und begann zu sprechen und Jesus gab ihn seiner Mutter zurück.
Alle wurden von Furcht ergriffen; sie priesen Gott
und sagten: Ein großer Prophet ist unter uns erweckt worden:
Gott hat sein Volk heimgesucht. Und diese Kunde über ihn
verbreitete sich überall in Judäa und im ganzen Gebiet ringsum.
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Jesus ist mehr als ein Prophet: Er ist „der Herr“ (7, 13), er hat Macht auch über den Tod. Im Auftreten Jesu wird die Macht Gottes sichtbar, aber auch seine erbarmende Liebe. Jesus hat nur wenige Tote erweckt, und jedes Mal tat er es, um besonders hart getroffenen Menschen zu helfen. Der Tote von Naïn war der einzige Sohn seiner Mutter. Wie hätte Jesus da nicht an seine eigene Mutter gedacht und an ihr Leid um den „einzigen Sohn“. „Weine nicht!“: Das gilt auch den anderen Müttern, die um ihre toten Söhne klagen, oder auch, wie die heilige Monika, um ihre irregegangenen Söhne. Im Übrigen hat Jesus den Tod nicht aus der Welt geschafft. Aber er hat Sünde und Tod überwunden: die Sünde durch seinen Gehorsam bis in den Tod, und den Tod durch seine Auferstehung. Die Totenerweckungen Jesu sollten vor allem Zeichen sein, eine Antwort für die Menschen, die fragen: Bist du es … oder müssen wir auf einen andern warten?
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)