der sein Leben verschenkte

… heute wird besonders der heilige Maximilian Kolbe verehrt:

Maximilian Kolbe – ein Mann, der sein Leben verschenkte
Maximilian Kolbe wurde 1894 in Polen geboren. Schon als Kind interessierte er sich sehr für Gott. Als junger Mann wurde er Priester und später Franziskaner. Er wollte den Menschen von der Liebe Gottes erzählen. Dafür gründete er sogar eine Zeitschrift und baute mit anderen ein großes Kloster auf. Dann kam der Zweite Weltkrieg. Die Nationalsozialisten besetzten Polen und verfolgten viele Menschen, besonders Juden, aber auch viele andere, die sich gegen das Regime stellten. Kolbe versteckte Menschen, die verfolgt wurden, und half ihnen, obwohl er wusste, dass er sich damit selbst in große Gefahr brachte. 1941 wurde er verhaftet und in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht.

Dort geschah etwas, das bis heute viele Menschen bewegt: Ein Gefangener war aus dem Lager geflohen. Als Strafe sollten zehn andere Gefangene sterben. Einer von ihnen war ein Familienvater. Er hatte große Angst und begann zu weinen, weil er seine Frau und seine Kinder nie wiedersehen würde. Da trat Maximilian Kolbe vor. Er sagte sinngemäß: „Ich möchte für diesen Mann sterben. Ich habe keine Frau und keine Kinder.“ Die Lagerleitung erlaubte den Tausch.
Kolbe wurde zusammen mit den anderen neun Männern in einen Hungerbunker gesperrt. Dort starben sie nach und nach. Kolbe betete mit ihnen und sprach ihnen Mut zu. Auch als er selbst immer schwächer wurde, blieb er bei den anderen. Nach zwei Wochen lebte er noch. Schließlich wurde er am 14. August 1941 getötet.
Heute erinnern sich Menschen auf der ganzen Welt an Maximilian Kolbe. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1982 heilig und nannte ihn einen „Märtyrer der Liebe“.


Heiliger Maximilian Kolbe,
du hast erfahren, wie dunkel die Welt werden kann.
Doch du hast dein Vertrauen auf Gott nicht verloren.
Du hast einen Menschen gesehen, der Angst hatte,
und bist nicht an ihm vorübergegangen.
Du hast dich an seine Seite gestellt
und dein eigenes Leben für ihn eingesetzt.
Bitte Gott für uns, dass auch wir die Menschen sehen,
die traurig, einsam oder in Not sind.
Schenke uns ein Herz, das mitfühlt,
Mut, wenn andere unsere Hilfe brauchen,
und die Kraft, für das Gute einzustehen.
Hilf uns, nicht wegzuschauen,
wenn Menschen ungerecht behandelt werden.
Lass uns Frieden stiften, einander vergeben und füreinander da sein.
Heiliger Maximilian Kolbe, bitte für uns,
dass die Liebe stärker ist als Angst und Hass.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.
Amen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert