Gott und die Seele

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Das Gebet, das der Mensch nach bestem Können verrichtet,
hat große Kraft. Es bringt zusammen zwei Liebende:
Gott und die Seele.

(Gertrud von Helfta)

Zeit - ein entscheidendes Geschenk

Wozu macht Gott uns das Geschenk der Zeit? Wir brauche Zeit für die Arbeit, viele Termine und Verpflichtungen warten auf uns, auch zum Essen und zur Erholung haben wir Zeit nötig. Der größte Sinn der Zeit liegt aber darin, dass wir uns während unserer Lebenszeit für Gott entscheiden und anfangen, mit ihm zu leben. Es ist erstaunlich, wie oft in den Evangelien des Neuen Testamentes das Wort „HEUTE“ steht. Gottes Liebe hat es eilig mit unserer Errettung. Wir sollen nicht erst alt und grau werden, bevor wir ewiges Leben bei Gott finden.

Gott brauchen wir nicht zu beindrucken.
Beeindrucken wir uns selbst wenn wir unsere Lebensreise mit ihm buchen.

(all inclusive)

Für ihn….
Ein Mann ging an einem Strand entlang. Als er so entlang schlenderte, sah er in der Ferne einen Jungen. Als er näher kam, bemerkte er, dass der Junge sich fortwährend hinunter beugte, etwas aufhob und ins Wasser warf. Wieder und wieder schleuderte er etwas hinaus in den Ozean. Als der Mann näher kam, sah er, dass der junge Seesterne aufhob, die an Land gespült worden waren, und - einen nach dem anderen - warf er sie ins Wasser zurück. Der Mann war verblüfft. Er ging zu dem Jungen und fragte: "Was tust du da?" "Ich werfe die Seesterne zurück ins Meer. Nach dem Sturm sind alle diese Seesterne ans Ufer gespült worden. Wenn ich sie nicht ins Meer zurückwerfe, werden sie alle sterben." "Ich verstehe", erwiderte der Mann, "aber es muss an diesem Strand tausende von Seesternen geben. Du kannst unmöglich alle retten, es gibt einfach zu viele. Du machst dir die Mühe umsonst, es ist sinnlos, du kannst nichts daran ändern" Der Junge lächelte, beugte sich hinunter und hob einen weiteren Seestern auf. Als er ihn ins Meer zurückwarf erwiderte er: "Für ihn hat sich etwas verändert."

Wirf jeden Tag etwas ab von dem, was deine Seele bedrückt,
und du wirst jeden Tag ein Stückchen freier.


Wer dir begegnet, Maria, empfängt die Gnade, die dich erfüllt.
Wer dir begegnet, Maria, wird gesegnet im Geist und im Leib, wie du es bist.
Wer dir begegnet, Maria, erkennt das Geheimnis der Liebe, die dich wandelt.
Wer dir begegnet, Maria, beschwingt seine Schritte
in der Freude des Herrn, wie du über’s Gebirge eilst.
Wer mir begegnet, Maria, begegnet dir in mir …
und ein neues Magnificat beginnt zu singen.
(Christa Müller-Hohberg)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

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