Frieden Rücksicht

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Der ganze Mensch soll frei und gesund werden;
sich selbst wiederfinden; nicht fordern, sondern schenken;
loslassen, das neue, größere Leben gewinnen.

Der Herr ist mein Licht und mein Heil.
(Psalm 27,1)

Erlöse mich von der großen Leidenschaft,
die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen.
Lehre mich, nachdenklich und hilfreich, aber nicht beherrschend zu sein.


Jeder Tag beginnt mit einem neuen Morgen.
Es liegt an uns, ob wir morgens lustlos aufstehen
oder uns auf den neuen Tag freuen
und ihm die Chance geben,
einer der schönsten in unserem Leben zu werden.
Egal, ob wir lachen oder weinen,
unsere Lebensspanne ist die gleiche.
Die Freude in unser Leben eintreten zu lassen –
das ist die beste Entscheidung.
(Renate Schuh)

Ich bin gewiss, zu schauen die Güte des Herrn!
(Psalm 27,13)

Wie viele Freunde werden zertreten,
weil die Menschen meist nur in die Höhe gucken
und, was zu Füßen liegt, nicht sehen!

(Catharina Elisabeth Goethe)

Manchmal ist mein Gebet so wie ein Herz, das schlägt,
weil ohne seinen Schlag das Leben nicht mehr weitergeht.

(Paul Roth)

Was für ein Glück verlangt der Mensch?
Er will ein Glück, das unbegrenzt ist in allem.
So ein Glück ist nur Gott.
(Maximilian Kolbe)

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

gute Nacht

Abendgebet

Gütiger Herr, danke für diesen Tag mit all seinen Erlebnissen und Erfahrungen.
Nun sorge dich um mich, schenk mir Ruhe.
Herr, du bist Schöpfer von Licht und Dunkel, von Tag und Nacht.
In deiner Nähe lasse ich los von Sorge und finde Frieden in deiner Gegenwart.
Segne mein Herz mit stiller Gewissheit, dass du bei mir bist.
Lösche die Unruhe, lass mich lauschen auf deine leise Stimme
und schenke mir Vertrauen, dass du alles in deiner Hand hältst.
Segne mein Schlaf; möge er wie eine sanfte Brücke sein,
die mich in neue Kraft führt.
Bewahre mich vor Angst, beschütze meine Lieben,
mein Zuhause und alle, die mir nahestehen.
Gib mir neue Kraft für den kommenden Tag,
damit ich dir fröhlich und dankbar begegnen kann.
Lass mich erwachen, um dich zu preisen und deine Güte zu rühmen.
Ich lege mich nieder in deiner Liebe;
du bist mein Schutz, du bist mein Frieden.
Amen.

Herr, auf dich vertraue ich,
in deine Hände lege ich mein Leben.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende
gewähre uns der allmächtige Herr. Amen.


Gute Nacht, Aloys


Psalm 16 Freude vor Gott

Der Psalm 16
Der Psalm 16 ist ein kurzer, dennoch tiefgründiger Vertrauenspsalm. Zentrale Punkte Der Psalmbeter erklärt, dass ihm Gott zum Zufluchtsort und Anteil geworden ist; bei Gott findet er Schutz, keine Gier nach Vergänglichem. Er lobt Gottes Vorsehung, die ihm eine Zukunft und Freude an Gottes Gegenwart schenkt. Er bittet um Abscheu vor falschen Götzen und betont, dass das Glück und der Tod nicht beim Götzenliegen gehören. Er betont, dass die Wege Gottes Lebenspfade sind, und fordert, dass Gott ihn vor dem Verderben bewahrt. Gegenwärtige Nähe Gottes bedeutet für ihn Freude, ein unvergleichliches Glück und Ruhe. Der Psalm endet mit einer Feststellung über die Treue Gottes und den Trost, der bei ihm zu finden ist. Würde man ihn in drei Worte fassen: Zuflucht, Freude vor Gott, ewige Führung.

16,1 Gott, der Anteil seiner Getreuen
Behüte mich, Gott, denn ich vertraue dir. /
2 Ich sage zum Herrn: «Du bist mein Herr; /
mein ganzes Glück bist du allein.»
3 An den Heiligen im Lande, den Herrlichen, /
an ihnen nur hab ich mein Gefallen.
4 Viele Schmerzen leidet, wer fremden Göttern folgt. /
Ich will ihnen nicht opfern, /
ich nehme ihre Namen nicht auf meine Lippen.
5 Du, Herr, gibst mir das Erbe und reichst mir den Becher; /
du hältst mein Los in deinen Händen.
6 Auf schönem Land fiel mir mein Anteil zu. /
Ja, mein Erbe gefällt mir gut.
7 Ich preise den Herrn, der mich beraten hat. /
Auch mahnt mich mein Herz in der Nacht.
8 Ich habe den Herrn beständig vor Augen. /
Er steht mir zur Rechten, ich wanke nicht.
9 Darum freut sich mein Herz und frohlockt meine Seele; /
auch mein Leib wird wohnen in Sicherheit.
10 Denn du gibst mich nicht der Unterwelt preis; /
du lässt deinen Frommen das Grab nicht schauen.
11 Du zeigst mir den Pfad zum Leben. /
Vor deinem Angesicht herrscht Freude in Fülle, /
zu deiner Rechten Wonne für alle Zeit.

Der Psalter war das Gebetbuch Jesu.
Was heißt es für uns heute als Christen, die Psalmen im Glauben an Jesus Christus zu beten?
Die Psalmen sind ein Kleinod für das eigene geistliche Leben.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.