Herzlichkeit Frieden

„Herr, gib uns deinen Frieden!“

Auf die Gelegenheit Gutes zu tun,
braucht niemand zu warten.
Man hat sie in jeder Minute.

(Jakob Terny)

Eine Welt, ein Land –
wo niemand Not leidet, wo Menschen täglich Liebe und Leid teilen.
Wo Menschen wie Töne eines einzigen Liedes sind:
jeder Ton mit seinem eigenen Klang, in der unerschöpflichen Melodie
des Friedens unter den Menschen.
Eine Welt, ein Land –
wo alles auf das Maß des Menschen zurückgeführt wird,
wo Herzlichkeit das Haus erfüllt und Menschen menschliche Wärme finden.
Wo Gesunde und Kranke, Kräftige und Gebrechliche,
Jüngere und Ältere einander Heimat und Geborgenheit geben.
Eine Welt, ein Land –
wo das menschliche Interesse den Vorrang hat vor politischen,
wirtschaftlichen und finanziellen Interessen, wo Raum ist für die Wunder der Natur,
für Musik und Tanz, für Kinder und Clowns.
Wo Menschen glücklich sein können über ein Glück, das gratis ist.
Eine Welt, ein Land –
mit einem menschlichen Gesicht, mit dem Gesicht der Liebe.
(Phil Bosmans)

Bewahre du zuerst den Frieden in die selbst,
dann kannst du auch anderen Frieden bringen.

(Thomas von Kempten)

Zufriedenheit und Dankbarkeit
Zufriedenheit und Dankbarkeit gehören zusammen.
Ihre gemeinsame Wurzel ist das Vertrauen.
Zufriedenheit und Dankbarkeit sind Quellen der Freude.
Sie strahlen Hoffnung aus.
Zufriedenheit und Dankbarkeit wachsen aus der Tiefe des Herzens.
Sie sind ein gutes Morgen- und Abendgebet.
Durch Zufriedenheit und Dankbarkeit wächst der Mensch über sich selbst hinaus.
Sie bringen das Miteinander zum Blühen.
Zufriedenheit und Dankbarkeit bereiten Gott
und deiner Umgebung Freude.

Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Psalm 29

Der Psalm 29
Der Psalm 29 ist ein eindrucksvoller Lobpsalm, der Gottes Macht und Herrlichkeit über die Natur betont. Gottes Stimme ist stark und mächtig. Er herrscht über Sturm, Donner und Gewitter; seine Stimme richtet Bäume und zerschlägt Donnerwinde. Gott wird als Schöpfer und Mächtigster dargestellt, der über dem Wasser thront und die Ordnung der Die Majestät Gottes wird durch Naturgewalten sichtbar. Stürme, Blitze und Wellen stehen sinnbildlich für Gottes Macht und seine Fähigkeit, Ordnung in Chaos zu bringen. Der Psalm schließt oft mit der Bitte um Segen, Frieden und Schutz für das Volk. Die Gläubigen vertrauen darauf, dass der Herr zu Israel redet und ihm Kraft verleiht.

Psalm 29,1 Gottes Herrlichkeit im Gewitter
[Ein Psalm Davids.] Bringt dar dem Herrn, ihr Himmlischen, /
bringt dar dem Herrn Lob und Ehre!
2 Bringt dar dem Herrn die Ehre seines Namens, /
werft euch nieder vor dem Herrn in heiligem Schmuck!
3 Die Stimme des Herrn erschallt über den Wassern. /
Der Gott der Herrlichkeit donnert, /
der Herr über gewaltigen Wassern.
4 Die Stimme des Herrn ertönt mit Macht, /
die Stimme des Herrn voll Majestät.
5 Die Stimme des Herrn zerbricht die Zedern, /
der Herr zerschmettert die Zedern des Libanon.
6 Er lässt den Libanon hüpfen wie ein Kalb, /
wie einen Wildstier den Sirjon.
7 Die Stimme des Herrn sprüht flammendes Feuer, /
8 die Stimme des Herrn lässt die Wüste beben, /
beben lässt der Herr die Wüste von Kadesch.
9 Die Stimme des Herrn wirbelt Eichen empor, /
sie reißt ganze Wälder kahl. /
In seinem Palast rufen alle: O herrlicher Gott!
10 Der Herr thront über der Flut, /
der Herr thront als König in Ewigkeit.
11 Der Herr gebe Kraft seinem Volk. /
Der Herr segne sein Volk mit Frieden.

In den Psalmen
drücken sich die Höhen und Tiefen
eines Lebens mit Gott aus.
Am wichtigsten ist die Unterscheidung
zwischen Klageliedern und Lobliedern.
In den Klageliedern wird Gott angerufen,
seinem Volk oder dem einzelnen Psalmbeter
in einer Notsituation zu helfen.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.



Tagesevangelium

….. Tagesevangelium vom 25. September 2025

Evangelium Lukas 9, 7-9


In jener Zeit hörte der Tetrárch Herodes
von allem, was durch Jesus geschah,
und wusste nicht, was er davon halten sollte.
Denn manche sagten: Johannes ist von den Toten auferstanden.
Andere meinten: Elíja ist erschienen.
Wieder andere: Einer der alten Propheten ist auferstanden.
Herodes aber sagte: Johannes habe ich enthaupten lassen.
Wer aber ist dieser, von dem man mir solche Dinge erzählt?
Und er hatte den Wunsch, ihn zu sehen.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium:
Die Frage „Wer ist dieser Jesus?“ muss sich bei Freunden und Gegnern stellen. Zu Herodes, dem Tetrarchen von Galiläa, gelangen verschiedene Gerüchte. Von Gewissensbissen des Herodes (vgl. Mk 6, 16) scheint Lukas nichts zu wissen; Herodes ist ein aufgeklärter Mann, er ist neugierig. Er möchte Jesus sehen, und er wird ihn sehen. Aber was wird dieser brutale Mensch sehen? Ein Wunder, ein Mirakel möchte er sehen (Lk 23, 8), interessante Antworten möchte er hören. – Die Frage „Wer ist dieser?“ geht weiter. Bald wird Jesus selbst seine Jünger fragen: „Und ihr, für wen haltet ihr mich?“

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)