„Brot für das Herz“
„Der König freute sich sehr, als sein kleiner Sohn geboren wurde. „Nichts soll ihm zustoßen“, sagte er, „ich will ihm ein eigenes Schloss bauen lassen, in dem er ganz alleine wohnen kann.“ Sobald der Knabe heranwuchs, durfte auch die eigene Mutter nicht mehr in seine Nähe. Diener brachten ihm seine Kleider und legten ihm das Essen hin, dann mussten sie sich sofort wieder entfernen. Der König dachte, dass es dem Prinzen an nichts fehlte. Aber als er wieder einmal durch die großen Fenster zu ihm hineinschaute, musste er zu seinem Entsetzen sehen, dass der kleine Prinz regungslos und bleich in seinem goldenen Stuhl lehnte. Schnell holte der König die besten Ärzte herbei und ließ den Prinzen untersuchen. Die Ärzte steckten die Köpfe zusammen und meinten schließlich, dass der Prinz das üppige Essen nicht vertragen würde. Sie verschrieben ihm zum Frühstück ein einfaches frisches Brot. Der König bestellte sogleich beim besten Bäcker des Landes das Frühstücksbrot. Der Sohn des Bäckers durfte das Brot liefern und es wurde dem Prinzen von den Dienern serviert. Dann blickten alle gespannt durch die großen Fenster, ob dem Prinzen das Brot schmecken würde. Aber er rührte es nicht an, obwohl es durch das ganze Schloss duftete. Das konnte der Bäckersohn nicht begreifen. Als alle weggegangen waren, schlüpfte er unbemerkt in das Schloss, trat vor den Prinzen hin und sagte: „Warum isst Du mein Brot nicht, ich habe mir solche Mühe damit gegeben?“ Der Prinz hob erstaunt seinen Kopf und sagte: „Wer bist Du und wie bist Du hereingekommen?“ „Ich habe Dir Brot gebracht“, sagte der Junge „und ich mache mir große Sorgen um Dich.“ Der Prinz musste lächeln. „Willst Du nicht bei mir bleiben, ich fühle mich so einsam“, sprach er. Das ließ sich der Junge nicht zweimal sagen. Er plauderte mit dem Prinzen und spielte mit ihm im Schlossgarten. Schließlich bekamen beide Hunger und aßen mit großem Appetit gemeinsam das Brot auf. Als der König wieder nach seinem Sohn sah, konnte er ihn fast nicht wieder erkennen. Der Prinz hatte rote Wangen und lachte über das ganze Gesicht. „Das Brot hat ihm gutgetan“, dachte er. Da entdeckte er den Bäckerjungen und rief erbost: „Werft ihn hinaus, sperrt ihn ein!“ Am nächsten Tag war der Prinz wieder allein, saß traurig in seinem Stuhl und wollte weder Brot noch sonst etwas essen. Der König musste wohl oder übel den Bäckerjungen holen lassen und bat ihn um Hilfe. Der Junge nahm seinen ganzen Mut zusammen und sagte: „Lieber Herr König, der Prinz braucht nicht nur Brot für den Magen!“ Der König hatte aber noch nie von einem anderen Brot gehört. „Kannst Du auch so ein Brot backen?“ fragte er. „Jeder kann so ein Brot backen“, antwortete der Junge „es enthält Liebe, Freundschaft und Aufmerksamkeit, es vertreibt den Hunger der Einsamkeit und Traurigkeit.“ „Ich weiß, was Du meinst“, sagte der König und nickte mit dem Kopf. „Es ist das Brot für das Herz, und jeder Mensch braucht es genau so dringend wie das Brot für den Magen, ob König oder Bettelmann.“ Dann nahm er die Königin bei der Hand und ging mit ihr zu ihrem Sohn. Sie nahmen auch den Bäckerjungen mit und alle, die den Prinzen liebhatten. Von nun an war der Prinz nie mehr allein.“
wertvollste Zeit
Gott hat immer Zeit,
er wartet auf uns und Gott liebt uns.
Darum ist das Zusammensein mit Gott
im Gebet die wertvollste Zeit,
die es überhaupt gibt.
Wer Jesus nachfolgt, den holt seine Fürsorge ein.
(Peter Hahne)
Lebendig sein
Ich wünsche dir,
dass du lebendig bleibst.
Immer glücklich geht nicht,
aber immer lebendig sein geht.
Glücklich und unglücklich sein,
lachen und weinen,
mutig und ängstlich sein.
Lebendig sein.
Sehen, hören, riechen, fühlen, tasten,
spüren und wahrnehmen.
Echt sein, berührt sein.
Krisen bewusst durchstehen.
Wütend sein, aufbegehren, kämpfen.
Lieben, vor allem lieben!
Lebendig sein.
(Ute Latendorf)
„Schmunzeliges“
„Ist Ihre Arbeit eigentlich scher?“, wird ein Beamter gefragt. „Nein“ gesteht er, „aber sie ist doch ein Störfaktor zwischen Kur, Nachkur, Urlaub, Feiertagen, Wochenenden, Betriebsausflügen, ....“
Gott kann man nur im Inneren des Herzens begegnen.
Und darum müssen wir uns aufmachen in dieses Innere unser selbst zu gehen.
(P. Karl Wallner)
Mit uns nehmen wir jeden Tag Gottes Segen und teilen ihn aus, wem immer wir begegnen:
Gott allen Trostes und aller Verheißung, segne uns und behüte uns.
Begleite uns mit deiner Liebe, die uns trägt und fordert.
Lass dein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig,
denn deine Gnade schafft neues Leben.
Wende dein Angesicht uns zu und schenke uns Frieden.
(Wolfgang Rieker)
wundervoller Schutz
Ein treuer Freund ist wie Medizin im Leben.
Er ist ein wundervoller Schutz.
(Johannes Chrysostomus)
Erscheint dir etwas unerhört,
Bist du tiefsten Herzens empört,
Bäume nicht auf, versuch´s nicht mit Streit,
Berühr es nicht, überlass es der Zeit.
Am ersten Tage wirst du feige dich schelten,
Am zweiten lässt du dein Schweigen schon gelten,
Am dritten hast du's überwunden;
Alles ist wichtig nur auf Stunden,
Ärger ist Zehrer und Lebensvergifter,
Zeit ist Balsam und Friedensstifter.
(Theodor Fontane)
Eine Diskussion hat nur dann einen Sinn,
wenn man nicht von vornherein entschlossen ist, Recht zu behalten.
(Hans Clarin)
Was ich am meisten am Leben mag, ist die Fähigkeit zu träumen.
(Rigoberta Menchú)
Die Hoffnung nährt mich, sie nährt ja die halbe Welt,
und ich hab sie mein Lebtag zur Nachbarin gehabt,
was wäre sonst aus mir geworden.
(Ludwig von Beethoven)
Ruhe zieht das Leben an, Unruhe verscheucht es.
(Gottfried Keller)
ER ist durchaus sichtbar,
du musst nur offen sein und IHN entdecken wollen.
Jede Geste, die dir weiterhilft, jedes Lächeln, das dir erwidert wird,
jedes Blatt, das frisch keimt, jede Ruhe in deiner Unruhe,
jedes Wort, das dich tröstet, jede Antwort auf eine Frage,
jede Stille im Lärm, jeder Schatten an heißen Sonnentagen,
jede Blüte, die wächst, jeder Sonnenaufgang nach dunkler Nacht,
jeder Stern, der am Himmel leuchtet,
jedes Kind, das deine Hand sucht sind Zeichen Gottes.
In diesen Zeichen zeigt sich uns Gott
und wie sichtbar mit IHM gelebt werden kann.
(Sylke Maria-Pohl)
Die Blumen schenken dir Farbe und Freude.
Ich wünsche dir einen farbenfrohen Tag.
Freundlichkeit
Lass jeden Tag die Sonne für deine Mitmenschen aufgehen:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
3 x „SCHMUNZELIGES“
1. "Oh, Ihr Husten hört sich mittlerweile viel besser an." - "Das ist ja auch kein Wunder. Schließlich übe ich ja Tag und Nacht!"
2. Sagt der Kollege im Büro: „Heute habe ich die Herrschaft über mein Auto verloren!“ – „Warum, bist du zu schnell gefahren?“ „Nein, viel schlimmer: Mein Sohn hat den Führerschein bekommen!
3. Da schickt man uns bei diesem Mistwetter raus, um die Klingel zu reparieren“, sagt der Elektriker, „und dann öffnet keiner!“
Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

