der gute Hirte liebt und sorgt

Jesus ist der gute Hirte

Jesus ist der gute Hirte, weil er alle Menschen liebt, auf sie aufpasst und ihnen den Weg zu Gott zeigt. Jesus kümmert sich um die Menschen, so wie ein Hirte sich liebevoll um seine Schafe kümmert. Ein Hirte hat viele Schafe. Er kennt jedes einzelne, sorgt dafür, dass sie genug zu essen und zu trinken haben, beschützt sie vor Gefahren und sucht sie, wenn sich eines verirrt. Er lässt kein Schaf allein. So ist Jesus auch. Er kennt jeden Menschen, liebt jeden Einzelnen und möchte, dass alle sicher und geborgen sind. Wenn jemand traurig ist, Angst hat oder Fehler macht, lässt Jesus ihn nicht im Stich. Er zeigt den Menschen den richtigen Weg und hilft ihnen. Deshalb nennen Christen Jesus den guten Hirten. Er führt die Menschen mit Liebe, so wie ein guter Hirte seine Schafe führt. Die Schafe stehen für die Menschen. Der Hirte steht für Jesus. Die grüne Wiese bedeutet Geborgenheit und Frieden. Der Hirte zeigt den richtigen Weg. Wenn sich ein Schaf verirrt, sucht der Hirte es – so gibt Jesus niemanden auf.

Psalm 23 - Der gute Hirt
Der Herr ist mein Hirte, /
nichts wird mir fehlen.
2 Er lässt mich lagern auf grünen Auen /
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
3 Er stillt mein Verlangen; /
er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
4 Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, /
ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, /
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
5 Du deckst mir den Tisch /
vor den Augen meiner Feinde. Du salbst mein Haupt mit Öl, /
du füllst mir reichlich den Becher.
6 Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang /
und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 23. Juli 2026

Evangelium Joh 15, 1–8
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer.
Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, schneidet er ab
und jede Rebe, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.
Ihr seid schon rein kraft des Wortes, das ich zu euch gesagt habe.
Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann,
sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt.
Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben.
Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht;
denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.
Wer nicht in mir bleibt, wird wie die Rebe weggeworfen und er verdorrt.
Man sammelt die Reben, wirft sie ins Feuer und sie verbrennen.
Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben,
dann bittet um alles, was ihr wollt: Ihr werdet es erhalten.
Mein Vater wird dadurch verherrlicht, dass ihr reiche Frucht bringt und meine Jünger werdet.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium

Jesus ist der wahre Weinstock, wie er das wahre Licht ist und der gute Hirt und das lebendige Brot. Er ist die urbildliche Wirklichkeit, von der alles Geschaffene ein Gleichnis ist. In der Rede Jesu vom Weinstock gehen Gleichnis und Wirklichkeit ineinander über. Die gemeinte Wirklichkeit ist die lebensnotwendige Verbindung: Der Rebzweig ist nichts ohne die lebendige Einheit mit dem Weinstock. Nur wer in der Einheit bleibt, hat das Leben. Die Mahnung „Bleibt in mir!“ (15, 4) wird in 15, 9 ergänzt und verdeutlicht durch das Wort: „Bleibt in meiner Liebe!“; in 15, 17 heißt es dafür: „Liebt einander!“ Die Liebe, die hier gemeint ist, ist die Treue des Glaubens; nur der liebende Glaube ist fruchtbar. Der Glaube kommt vom Hören und Aufnehmen des Wortes; in Jesus spricht uns Gott selbst an und fordert uns. Das Wort macht uns rein (15, 3): nicht dadurch, dass wir es auseinandernehmen und untersuchen, sondern dadurch, dass wir unser zwiespältiges Leben von der Kraft des Wortes Jesu sammeln und verwandeln lassen. Und nicht nur das gesprochene Wort ist Wort; auf vielfache Weise nimmt Gott den Menschen in seine Schule, um ihn rein und reif zu machen.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)