Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 22. April 2026

Evangelium Johannes 6, 35–40


In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge:
Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern,
und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.
Aber ich habe euch gesagt: Ihr habt gesehen und doch glaubt ihr nicht.
Alles, was der Vater mir gibt, wird zu mir kommen,
und wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen;
denn ich bin nicht vom Himmel herabgekommen,
um meinen Willen zu tun, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
Das aber ist der Wille dessen, der mich gesandt hat,
dass ich keinen von denen, die er mir gegeben hat,
zugrunde gehen lasse, sondern dass ich sie auferwecke am Jüngsten Tag.
Denn das ist der Wille meines Vaters, dass jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt,
das ewige Leben hat und dass ich ihn auferwecke am Jüngsten Tag.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Das Wunder ist ein Hinweis auf Jesus selbst; das „Sehen“ des Zeichens vollendet sich erst im Glauben. Ohne den Glauben bleibt das Sehen „blind“, und es wird zur Schuld (vgl. Joh 9, 41). Glauben heißt, zu Jesus kommen, mit ihm Gemeinschaft haben, in ihm das Leben haben. Das ist das Ziel, für das Jesus „gekommen“ ist: In ihm ist Gott den Menschen entgegengekommen. Die Absicht Gottes, der Wille Gottes, den Jesus erfüllt, ist die Rettung aller Menschen. Das Heil ist für den Glaubenden eine gegenwärtige Wirklichkeit, die sich aber erst mit der Auferweckung am Letzten Tag vollenden wird. Das Heil ist für alle bestimmt; wenn dennoch Menschen verloren gehen, so ist das gegen die Absicht Gottes.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


hoffnungsvoll Psalm 126

Der Psalm 126

Der Psalm 126 ist ein kurzer, hoffnungsvoller Liedtext aus dem Alten Testament. Er beschreibt die Freude des Volkes Israel, nachdem Gott es aus der babylonischen Gefangenschaft zurückgeführt hat. Es klingt wie ein Jubel über die Rückkehr, das Lachen der Menschen und das Freuen über die Ernte. Gleichzeitig bittet der Psalm um Gottes fortwährende Gnade, damit der Karren der Trauer wieder in lautes Lachen verwandelt wird. Er endet mit Vertrauen, dass Gott die Tränen in Staunen verwandeln wird und dass die Menschen schließlich wieder Jubel tragen.

1 Tränen und Jubel
[Ein Wallfahrtslied.] Als der Herr das Los der Gefangenschaft Zions wendete, /
da waren wir alle wie Träumende.
2 Da war unser Mund voll Lachen /
und unsere Zunge voll Jubel. Da sagte man unter den andern Völkern: /
«Der Herr hat an ihnen Großes getan.»
3 Ja, Großes hat der Herr an uns getan. /
Da waren wir fröhlich.
4 Wende doch, Herr, unser Geschick, /
wie du versiegte Bäche wieder füllst im Südland.
5 Die mit Tränen säen, /
werden mit Jubel ernten.
6 Sie gehen hin unter Tränen /
und tragen den Samen zur Aussaat. Sie kommen wieder mit Jubel /
und bringen ihre Garben ein.

Als Gesangbuch des Volkes Gottes zeigen uns die Psalmen,
wie wir uns Gott im Gottesdienst nähern,
wie wir im Gebet zu ihm rufen und ihm ein neues Lied singen können.
Erstaunlicherweise sind die Psalmen das Gebetbuch,
mit dem Jesus aufgewachsen ist.

Die Psalmen singen von der Liebe Gottes,
denn jeder Tag ist ein Zeichen von Gottes Gnade.