schaute in den Himmel

Über den Frieden
In einem kleinen Park stand eine alte Holzbank. Jeden Tag saß dort ein älterer Mann, schaute den Vögeln zu und nickte freundlich den vorbeigehenden Menschen zu. Eines Tages setzte sich ein junger Mann zu ihm. Er wirkte gehetzt, tippte nervös auf seinem Handy herum und seufzte. Der Alte schaute ihn an und fragte: „Schwieriger Tag?" Der Junge nickte. „Die Welt ist verrückt. Überall Streit, Krieg, Chaos. Manchmal frage ich mich, ob es überhaupt noch Frieden gibt." Der Alte schwieg einen Moment. Dann deutete er auf eine Familie, die ein Picknick machte. Auf ein Kind, das lachend einen Hund streichelte. Auf zwei Freunde, die sich umarmten. „Siehst du das? Frieden ist nicht laut. Er macht keine Schlagzeilen. Aber er ist da. In den kleinen Dingen." Der Junge blickte sich um. Zum ersten Mal an diesem Tag atmete er tief durch. Dann legte er sein Handy weg - und schaute einfach nur in den Himmel.


Kraft von Worten

DIE KRAFT VON WORTEN
Eine Geschichte erzählt von einem Sufi, der ein krankes Kind heilte. Er wiederholte einige Worte, dann gab er das Kind den Eltern und sagte: „Nun wird es gesundwerden.“ Jemand, der das nicht glauben wollte, warf ein: „Wie kann das möglich sein, dass jemand durch ein paar Worte geheilt werden kann?“ Von einem sanften Sufi erwartet niemand eine zornige Antwort, doch jetzt drehte er sich zu diesem Mann und entgegnete ihm: „Du verstehst nichts davon. Du bist ein Narr!“ Der Mann fühlte sich sehr beleidigt. Sein Gesicht rötete sich und er wurde wütend. Da sagte der Sufi: „Wenn ein Wort die Kraft hat, dich wütend zu machen, warum sollte dann ein Wort nicht auch die Kraft haben zu heilen?“
(Hazrat Inayat Khan)

Herr, hilf uns, dass wir im Getriebe die Stille suchen,
in der Stille auf dein Wort hören, durch dein Wort unsere Kräfte stärken,
mit diesen Kräften auf den Mitmenschen zugehen,
in unserem Mitmenschen unseren Weg finden,
unseren eigenen Weg, der hinführt zu unserem Ziel, Deiner Liebe.
(Anette Feigs)


Das Wort Gottes kommt aus dem Schweigen.
Es kann nur im Schweigen gehört werden.


„Schmunzeliges“
In der Grundschule werden die Stelzvögel durchgenommen. „Den größten kennt ihr ja alle“, sagt der Lehrer, „das ist der Storch.“ Da fängt Jenny zu kichern an. „Was ist denn daran so lustig?“, fragt der Lehrer. Darauf Jenny: „Glauben Sie denn, wir wüssten noch nicht, dass es gar keinen Storch gibt?“