Tagesevangelium

Tagesevangelium vom 08. Juni 2026

Evangelium Matthäus 5, 1–12


In jener Zeit, als Jesus die vielen Menschen sah, die ihm folgten, stieg er auf den Berg.
Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm.
Und er öffnete seinen Mund, er lehrte sie und sprach:
Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden.
Selig die Sanftmütigen; denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die rein sind im Herzen; denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Kinder Gottes genannt werden.
Selig, die verfolgt werden um der Gerechtigkeit willen; denn ihnen gehört das Himmelreich.
Selig seid ihr, wenn man euch schmäht und verfolgt und alles Böse über euch redet um meinetwillen.
Freut euch und jubelt: Denn euer Lohn wird groß sein im Himmel.
So wurden nämlich schon vor euch die Propheten verfolgt.

…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Die Tätigkeit Jesu war Wort und Tat, Lehre und Wunder. In der Bergpredigt tritt er als der neue Mose auf, der die neue „bessere“ Gerechtigkeit verkündet. Die Seligpreisungen sind nicht so sehr Glückwünsche als vielmehr Einlassbedingungen zur Gottesherrschaft. Sie sind Zusage und Forderung zugleich. Es ist anzunehmen, dass die kürzere Form der Seligpreisungen bei Lukas (6, 20–23) die ursprünglichere ist. Die Erweiterungen bei Matthäus sind also bereits Deutungen, in denen das besondere Anliegen dieses Evangelisten sichtbar wird. Die „Armen“ und „Hungrigen“ sind nicht nur eine wirtschaftlich-soziale Gruppe, es sind die Menschen, die („vor Gott“) wissen und bejahen, dass sie nichts haben und nichts können und dass sie ganz auf Gott angewiesen sind. Aber nicht den Untätigen wird die Gottesgemeinschaft zugesagt, sondern denen, die sich aktiv für Gerechtigkeit und Frieden einsetzen. Das alles wird nicht nur den auserwählten Jüngern gesagt, sondern der Volksmenge (V. 1): dem Israel der Zukunft.

Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.

(Roger Schulz)


voller guter Wünsche

Ein Herz voller guter Wünsche
Gib anderen die Hand mit einem Herzen
voller guter und ehrlicher Wünsche.
Hilf eine Welt zu schaffen, in der Platz ist
für ein Lächeln, eine Blume, für ein Herz,
für ein Stückchen Himmel auf Erden.
Auf unserem großen Planeten
ist das Herz des Menschen
nur ein winziger Fleck.
Und doch: Hier kommt die Liebe zur Welt.

(Phil Bosmans)

Der Friede kommt auf die Erde
durch die Herzen einzelner Menschen;
er findet keine anderen Tore.
(Joseph Wittig)

Nichts geht mehr. Alles steht still,
Pausen in meinem Leben, ich brauche sie.
Sie helfen mir, Kräfte zu sammeln,
mich auf das Wesentliche zu besinnen,
zu mir selbst zu finden ….
(Anselm von Canterbury)

„Schmunzeliges“
Der Lehrer weist seine Klasse in die Geheimnisse des Rechnens ein: „Es gibt Millimeter, Zentimeter, Quadratmeter, Kubikmeter.“ Damit gibt Michael sich nicht zufrieden und er meint: „Es gibt auch noch den Elfmeter!“

Gott ist ja in allem und überall;
Es gibt keinen Ort und kein Ding
Wo er nicht wirklich gegenwärtig wäre.

(Franz von Sales)

544 Kilometer

Frage
Wie lang ist die Mosel?


A 524 Kilometer
B 544 Kilometer
C 564 Kilometer
D 584 Kilometer

B 544 Kilometer

Die Mosel entspringt in Frankreich in den südlichen Vogesen. Nach einer Gesamtlänge von 544 Kilometern durch Frankreich, Luxemburg und Deutschland mündet sie schließlich am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein

..... und noch ein Impuls:

Der Fährmann
Ein Professor, seiner Gelehrtheit wegen weitbekannt, kam einmal auf einer seiner vielen Reisen an einen breiten Fluss, den er überqueren musste, um seinen Weg fortzusetzen. Weit und breit war keine Brücke zu sehen. Nach einiger Zeit des Suchens traf er auf einen Fährmann, den er bat, ihn überzusetzen. Das Boot war niedrig und schmal, und der Professor beobachtete, wie der Mann sich kraftvoll in die Ruder stemmte, wie er an Sandbänken zu seiner Stange griff und das Boot geschickt weiterschob. "Fährmann", fragte der Gelehrte nachdenklich "hast du eigentlich eine Schule besucht?" "Nein, Herr." "Kannst du lesen?" "Nein, Herr." "Hat man dir überhaupt etwas beigebracht?" "Nein Herr." "Dann hast du ja dein halbes Leben vertan!" Schweigend setzten sie die Fahrt fort und näherten sich langsam der Mitte des Flusses. Ein heftiger Wind bewegte das Wasser. Die Wellen wurden höher, und das Boot schwankte immer stärker. Der Wind wurde zum Sturm und das Gesicht des Professors bleich und grün. Jeden Augenblick drohte der Kahn umzukippen. Da rief der Fährmann laut durch das Getöse der Wellen: "Gelehrter Herr, könnt ihr schwimmen?" "Nein" war die verzweifelte Antwort. "Hat man Euch auf der Schule nicht das Schwimmen beigebracht?" Der Professor stöhnte: "Doch, wir haben etwas über das Schwimmen gelesen, aber schwimmen gelernt haben wir nicht." Dann habt ihr nun euer ganzes Leben vertan!"

.... und noch ein Witz:
„Schlafen Sie am Sonntagmorgen lang?“ – „Das hängt davon ab.“ – „Wovon?“ – „Von der Länge der Predigt!“