Tagesevangelium vom 15. Juni 2026
Evangelium Matthäus 5, 38–42
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn.
Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand,
sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin!
Und wenn dich einer vor Gericht bringen will, um dir das Hemd wegzunehmen,
dann lass ihm auch den Mantel! Und wenn dich einer zwingen will,
eine Meile mit ihm zu gehen, dann geh zwei mit ihm!
Wer dich bittet, dem gib, und wer von dir borgen will, den weise nicht ab!
…. Besinnliches zum heutigen Evangelium
Gleiches mit Gleichem vergelten (V. 38–39), das scheint so vernünftig und konnte in alten Zeiten durchaus als „gerecht“ gelten. Ja es war einmal ein Fortschritt gewesen, gegenüber einer endlosen und maßlosen Rache. Aber dieser kleine Fortschritt genügt nicht mehr; er führt auch nicht heraus aus dem Teufelskreis der Vergeltung und Wiedervergeltung. Zudem zeigt die Erfahrung, dass dieses vernünftige Maß nicht beachtet wird, solange grundsätzlich nur nach dem Recht (nach welchem Recht?) gefragt wird. Dem Recht des Stärkeren setzt Jesus das Recht des Schwächeren entgegen mit seinen neuen Forderungen: „Lass … Geh mit … Gib … Weise nicht ab!“ Ja, „wer gewaltlosen Widerstand leistet, will seine Gegner nicht vernichten oder demütigen, sondern er will ihre Freundschaft und ihr Verständnis gewinnen“ (Martin Luther King). Wer das begreift und tut, ist auf dem Weg der neuen, größeren Gerechtigkeit.
Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast.
Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es.
(Roger Schulz)
viel zu kostbar
Zeit ist viel zu kostbar,
um nette Dinge ungesagt zu lassen und Menschen,
die uns etwas bedeuten, sollten wir nicht einfach an uns vorbeiziehen lassen,
ohne ihnen zu sagen, wie schön es wäre, wenn sie blieben!"
Im Leben lernen
Von der Sonne lerne -zu wärmen
einer von vielen zu sein lern - von den Sternen.
Vom Wind lern -frei zu leben,
von den Wolken - frei zu schweben.
Zu nehmen und zu geben-von der Ebbe und der Flut,
und von jedem neuen Tag die Hoffnung - es wird gut.
Vom Meer lern -im Überfluss geben,
mit dem Adler - in die Höhe zu Streben.
Von den Bäumen lern - standhaft zu bleiben
und vom Grashalm - im Sturm dich neigen.
Von der Sonne und vom Regen - in Freud und Leid zusammenstehen
dann kannst du hoch - am Firmament den Regenbogen sehen.
Lern von den Blättern im Herbst loszulassen,
und vom Winter - neue Kraft zu fassen.
Vom Frühling lern- immer neu zu beginnen,
dich zu verwandeln - von den Schmetterlingen.
Von den Jungen lern - zu wachsen,
von den Alten - auszuruhen,
da, wo du jetzt im Leben stehst - dass wichtigste zu tun.
Und vom Herbst lern- Abschied zu nehmen
vom Regen - deiner Tränen dich nicht zu schämen.
Von der Blume lern - dich offen zu zeigen
und von den Steinen lern - das Schweigen.
Vom Abendrot das Wissen - dass nach jeder dunklen Nacht
dass trotz aller Finsternis -ein neuer Tag erwacht!
„Schmunzeliges“
Immer wieder macht die Fahrschülerin einen Fehler. Punkt. „Passen Sie doch gefälligst auf! “ruft der Fahrlehrer schlussendlich genervt. „Wenn sie weiter so rumschnauzen“, erwidert sie gereizt, hätte ich das Fahren auch gleich bei meinem Mann lernen können!“
allgütige und treue Gott
Der Herr segne dich.
Er erfülle dein Herz mit Ruhe und Wärme,
deinen Verstand mit Weisheit,
deine Augen mit Klarheit und Lachen,
deine Ohren mit wohltuender Musik,
deinen Mund mit Fröhlichkeit,
deine Nase mit Wohlgeruch,
deine Hände mit Zärtlichkeit,
deine Arme mit Kraft, deine Beine mit Schwung,
deine Füße mit Tanz, deinen Leib mit Wohlbefinden.
So lasse der Herr allezeit seinen Segen auf dich ruhen.
Er möge dich begleiten und beschützen,
dir Freude schenken dein Leben lang,
dir Mut zusprechen in schweren Zeiten.
So segne dich der allgütige und treue Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
(altirischer Segensspruch)
Kommt mit an einen einsamen Ort,
wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus.
(Mk 6,31)
Von Herzen wünsch ich dir
jeden Tag das Lächeln eines Menschen,
jeden Abend die Erinnerung an schöne Momente des Tages,
jeden Tag die richtige Balance zwischen Anstrengung und Ruhe.
(Irmgard Portmann)
Die Frucht der Stille ist das Gebet.
Die Frucht des Gebets ist der Glaube.
Fromm ist nicht, wenn jemand die Nase in den Himmel hält
Fromm ist, wenn man um Gottes Willen anpackt
bei denen, die am Boden liegen.
Um sich zu bessern, muss man sich ändern.
Perfekt zu sein heißt demnach, sich oft ändern.
(Winston Churchill)
Der Verzicht nimmt nicht.
Der Verzicht gibt.
Er gibt die Kraft der Einfachheit.
(Martin Heidegger)
Die beste Freude ist Wohnen in sich selbst.
(Johann Wolfgang von Goethe)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
3. x „SCHMUNZELIGES“
1. In einem Kloster war es verpönt, dass einer bei Tisch für sich selber etwas Fehlendes reklamierte. Das war die Aufgabe seines Nachbarn. Da fand einmal Pater Angelus zu seinem Entsetzen eine Fliege in seiner Suppe. Was tun? Sich beschweren durfte er sich nicht, und so winkte er eben den Tischdiener herbei und flüsterte ihm zu: „Mein Nachbar hat noch keine Fliege in der Suppe!“
2. Arzt zum Patienten: „Sie sehen ja heute schlechter aus als vor zwei Wochen. Haben Sie denn meine Anordnung, höchstens fünf Zigaretten am Tag zu rauchen nicht befolgt?“ – „Doch, Herr Doktor, aber vorher habe ich überhaupt nicht geraucht!“
3. Der Polizist hält einen radfahrenden Pfarrer an: "Hochwürden, auch Sie müssen sich an die Verkehrsregeln halten. Das freihändige fahren kostet Sie 50 Euro!" Der Pfarrer: "Aber mein Sohn, Gott führte doch meinen Lenker!" "Zu zweit auf dem Fahrrad ? Das macht dann 100 Euro!"
Es segne und begleite uns der dreieinige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. Amen

