Liebe Leserin, lieber Leser!
Karneval ist vorbei. Heute ist Aschermittwoch. Es beginnt die Fastenzeit.
Uns allen wünsche ich gute 40 Tage auf Ostern hin. Gruß, Aloys
40 wird in der Bibel als eine bedeutende Zahl verwendet, oft als Zeitspanne der Prüfung, Buße oder Vorbereitung. z.B.
Sintflut: Die Togen der Sintflut dauerte 40 Tage und Nächte.
Mose auf dem Berg Sinai: 40 Tage Fasten/Prüfung, bevor er die Tafeln empfing.
Israel in der Wüste: 40 Jahre Wandern als Zeit der Vorbereitung auf das gelobte Land.
Jesus in der Wüste: 40 Tage Fasten und Versuchung durch Satan.
Mit dem Aschermittwoch fängt in der katholischen Kirche die Fastenzeit an. Fasten bedeutet, dass man auf etwas verzichtet. In der Bibel heißt es, dass Jesus 40 Tage in der Wüste verbracht habe, um zu fasten und zu beten. Die Fastenzeit soll daran erinnern und dauert deshalb auch 40 Tage. Weil an Sonntagen und Feiertagen nicht gefastet wird, dauert der ganze Zeitraum insgesamt etwas länger. Aschermittwoch ist genau am 46. Tag vor dem Ostersonntag. Der Aschermittwoch heißt so, weil an diesem Tag den Gläubigen beim Gottesdienst in der Kirche ein Kreuz aus Asche auf der Stirn gezeichnet wird. Es wird dadurch daran erinnert, dass alles vorbei geht und zum Leben auch der Tod gehört.
Bekehrt euch und glaubt an das Evangelium (Markus 1,15)
Bedenke, Mensch, dass du Staub bist und wieder zum Staub zurückkehren wirst.
(vgl. Genesis 3,19)
Fasten
Meiner Meinung nach ist Fasten Ausdruck der Freude, der Vorfreude auf Ostern.
Es ist verbunden mit dem Gebet, mit dem Aufheben des Herzens zu Gott.
Fasten ist immer das, was uns die guten Werke kosten.
Das mehr oder weniger Essen beim Fasten ist gar nicht so wichtig.
(David Steindl-Rast)
Fasten heißt lernen, mit den einfachen Dingen glücklich zu sein.
(Phil Bosmans)
Gebet - mein Leben vor Gott stellen:
* Gott danken für alles, was ich habe und kann und anderen verdanke; * Gott bitten, mich in meinen Unzulänglichkeiten und Wünschen anzunehmen; * Gott loben und preisen und ihn als Urheber und Erhalter alles Guten bekennen. Gebet ist sprechender Glaube.
Fasten - mein Leben bedenken und eventuell ändern:
* Ich könnte auf vieles verzichten; * Ich lebe oft im eingefahrenen Trott; * Ich könnte meine Zeit neu einteilen. Fasten möchte frei machen!
Almosen - mein Leben teilen
* Mich von der Not und Sorge anderer treffen lassen; * Das, worauf ich verzichte, mit anderen teilen. * Nicht nur teilen, sondern auch abgeben und weggeben. * Nicht nur teilen, sondern auch abgeben und weggeben. Almosen geben ist Ernstnehmen des Glaubens
Die Aufgabe früherer Generationen war es,
irgendwie mit dem Mangel zurecht zu kommen.
Die Aufgabe heutiger Generationen ist es,
irgendwie mit dem Überangebot zurecht zu kommen.
(Fastenarzt Hellmut Lützner)
Fasten Wochen
Wochen, die man zum Anlass nehmen kann, ein lange mitgetragenes Problem anzugehen.
Wochen, die die Augen öffnen können für das wirklich Wichtige im Leben.
Wochen, die durch das Zeitnehmen neue Wege sichtbar werden lassen.
Wochen, die Mut machen, etwas Neues zu wagen.
Wochen, die zum Nachdenken anregen.
Wochen, die in einem Umbruch münden können.
Wochen, die neue Wege zum Leben ermöglichen.
Wochen, die ein Geschenk sind. Tag für Tag.
Wochen, die kostbar sind, voll der Fülle.
Auch im Fasten.
Frieden Wohlwollen
„Herr, gib uns deinen Frieden!“
Seid lebendiger Ausdruck der Güte Gottes:
Güte in eurem Gesicht; Zärtlichkeit in euren Augen;
Liebe in eurem Lächeln; Wohlwollen in eurem Gruß
(Mutter Teresa)
Täglich eine halbe Stunde auf Gott zu horchen ist wichtig,
außer wenn man sehr viel zu tun hat, dann ist eine Stunde nötig.
(Franz von Sales)
Geist Gottes
Ich glaube, dass er meine Vorurteile abbauen kann.
Ich glaube, dass er meine Gewohnheiten ändern kann.
Ich glaube, dass er meine Gleichgültigkeit überwinden kann.
Ich glaube, dass er mir Phantasie zur Liebe geben kann.
Ich glaube, dass er Warnung vor dem Bösen geben kann.
Ich glaube, dass er mir Mut für das Gute geben kann.
Ich glaube, dass er meine Traurigkeit besiegen kann.
Ich glaube, dass er mir Liebe zu Gottes Wort geben kann.
Ich glaube, dass er mir Minderwertigkeitsgefühle nehmen kann.
Ich glaube, dass er mir Kraft in meinem Leiden geben kann.
Ich glaube, dass er mir wertvolle Menschen an die Seite geben kann.
Ich glaube, dass er mich ganz und gar durchdringen kann.
Freude ist eine gesunde Kost.
(chinesisches Sprichwort)
Wünsche für Dich:
Einen Mund, ein gutes Wort zu sprechen,
zwei Hände die zärtlich sind beim Handeln,
zwei Ohren, die offen sind für Leises,
ein Herz, das Platz hat für die Liebe,
Zwei Augen zu sehen Gut und Böse,
zwei Füße, die den Weg nach Hause finden,
einen Menschen der dir wird zur Heimat,
den einen Gott, der Vertrauen und Geborgenheit schenkt.
Selbstvertrauen ist die Quelle des Vertrauens zu anderen.
(Francois de la Rochefoucauld)
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Es segne und beschütze uns alle der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
morgen Aschermittwoch
Morgen ist Aschermittwoch.
Um 18.00 Uhr feiern wir einen schönen Gottesdienst in der Pfarrkirche Christkönig.
Dabei wir das Aschenkreuz ausgeteilt.
Auch am Samstag nach der Abendmesse um 17.00 Uhr in Christkönig und am Sonntag nach dem Familiengottesdienst um 11.00 Uhr werde ich noch das Aschenkreuz austeilen.
Herzliche Grüße, Aloys
Das Aschenkreuz erinnert daran, dass Gott uns liebt, egal was passiert, und dass wir neu anfangen können.
Es zeigt den Beginn der Fastenzeit, einer Zeit, in der Menschen darüber nachdenken, wie sie freundlicher, hilfsbereiter und geduldiger sein können. Die Form des Kreuzes steht für Jesus und seine Liebe, Unterstützung und Vergebung.
Eine knappe Botschaft: Du bist Gott geliebt, auch wenn du mal etwas Falsches machst. Mit dem Aschenkreuz erinnern wir uns daran, dass wir neue, bessere Tage haben können, wenn wir versuchen, freundlicher zu sein.
Die Asche ist Zeichen
menschlicher Gebrechlichkeit und Todverfallenheit,
aber auch Zeichen neuen Lebens.
In früheren Zeiten wurde mit Asche gewaschen.
Asche hat reinigende Kraft.
Auf den Feldern werden bis heute Stoppeln verbrannt.
Asche schafft Voraussetzung für neues Wachsen.
Asche wurde den Sündern auf den Kopf gestreut.
Asche reinigt von Schuld und gibt Kraft zu neuem Leben.
Die Asche für die Spendung des Aschenkreuzes wird aus den verbrannten Palmzweigen des Vorjahres bereitet und vom Priester gesegnet. Sie wird so zum Zeichen des Weges vom Tod zu neuem Leben. Die Zweige des Jubels und der Freude müssen verbrannt werden, durch den Tod hindurchgehen, um zum Zeichen des Kreuzes, des Todes und der Auferstehung zu werden.
Ab 05.00 Uhr wird morgen das neue Video bei YouTube zu sehen sein.
Bisherige Videoclips: www.youtube.com/@christkonigtrier4916

